Bild folgtKI-generierte IllustrationHypochaeris uniflora
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Arten
interagieren
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dokumentiert
An dem markanten, einzelstehenden Blütenkorb mit den leuchtend gelben Zungenblüten lässt sich das Einköpfige Ferkelkraut (Hypochaeris uniflora) sofort erkennen. Es handelt sich um eine indigene (einheimische) Pflanze der Gebirgsregionen, die heute extrem selten geworden ist und auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird. In deinem Garten übernimmt diese Art eine wichtige Rolle beim Erhalt der spezialisierten Alpenflora auf mageren Standorten. Da sie im Hochsommer blüht, stellt sie eine wertvolle Ressource in einer Zeit dar, in der viele andere Gebirgspflanzen bereits verblüht sind. Mit dieser Wahl förderst du aktiv den Fortbestand einer bedrohten botanischen Kostbarkeit.
Botanische Rarität: Bringe bedrohte Alpen-Schönheit in deinen Magergarten.
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Da für das Einköpfige Ferkelkraut aktuell keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, ergibt sich ihr ökologischer Wert vor allem aus ihrer Seltenheit. Als Art der Roten Liste (Status R) ist sie ein essenzieller Bestandteil der biologischen Vielfalt in Deutschland und der Schweiz. Die Blütezeit im Juli und August schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für die allgemeine Insektenwelt der Gebirgsregionen. Die Produktion von Fliegsamen im Spätsommer bietet zudem eine potenzielle Nahrungsquelle für kleine Singvögel. Mit der Ansiedlung in deinem Garten schaffst du ein wichtiges Refugium für eine Pflanze, die in der freien Natur kaum noch geeignete Lebensräume findet.
Das Einköpfige Ferkelkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Korbblütlern kann der Kontakt mit dem Pflanzensaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund des sehr markanten, einzelstehenden Blütenkopfes und des verdickten Stängels praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Vitalität entwickeln kann.
Boden: Als Schwachzehrer (Magerer Boden) benötigt sie nährstoffarme Erde; vermeide jegliche Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was ihren natürlichen Standorten in Gebirgslagen entspricht.
Pflanzzeit: Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam; achte lediglich darauf, dass sie nicht von starkwüchsigen Gräsern überwuchert wird.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist über die feinen Fliegsamen möglich, die du im Spätsommer sammeln kannst.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Berg-Wohlverleih (Arnica montana) – beide teilen die Vorliebe für kalkarme, frische Magerwiesen und blühen zeitgleich im Hochsommer.
Das Einköpfige Ferkelkraut (Hypochaeris uniflora) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Deutschland und der Schweiz beheimatet und besiedelt dort vor allem frische Magerwiesen der subalpinen bis alpinen Stufe. Die Pflanze zeichnet sich durch eine grundständige Rosette aus behaarten Blättern aus. Besonders auffällig ist der meist unverzweigte Stängel, der unterhalb des großen, solitären Blütenkopfes charakteristisch verdickt ist.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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