Bild folgtKI-generierte IllustrationIchthyaetus melanocephalus (Temminck, 1820)
Auch bekannt als: Schwarzkopfmöwe
Temminck, 1820
Die Schwarzkopfmöwe (Ichthyaetus melanocephalus) ist an ihrem tiefschwarzen Kopfgefieder und den reinweißen Flügelspitzen erkennbar, die sie deutlich von der häufigeren Lachmöwe unterscheiden. Im Winter zeigt sie lediglich einen dunklen Fleck hinter dem Auge, was man als Schlichtkleid (Gefieder außerhalb der Fortzplanzungszeit) bezeichnet. Diese Vögel sind Allesfresser (Omnivoren), die sich von Insekten, kleinen Fischen und wirbellosen Tieren ernähren. Als Bodenbrüter legt die Art ihre Nester bevorzugt in Kolonien an Gewässerrändern an. Sie gilt als Kurzstreckenzieher (Vogel, der nur kurze Distanzen zum Winterquartier wandert) und kehrt bereits früh im Jahr in ihre Brutgebiete zurück. In deinem Garten wirst du sie meist nur als Überflieger oder Gast an nahen Teichen beobachten können. Du kannst sie unterstützen, indem du naturnahe Uferzonen an Gewässern schützt und keine Pestizide (chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung) einsetzt. Ein reiches Angebot an Insekten in der Landschaft ist ihre wichtigste Lebensgrundlage. Ruhe an Rastplätzen ist für diese Tiere besonders wichtig. Offene Wasserstellen helfen ihnen auch in kalten Monaten.
Diese Art ist nach geltendem Recht geschützt; ihre Nester und Brutkolonien dürfen weder betreten noch gestört werden. Da sie sehr empfindlich auf Störungen reagiert, ist ein respektvoller Abstand zu den Brutplätzen zwingend erforderlich. Achte bei der Beobachtung auf die weißen Flügelspitzen, um sie nicht mit der Lachmöwe zu verwechseln.
Die Schwarzkopfmöwe gehört zur Familie der Möwen (Laridae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als heimische Art verbreitet. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, hat sie ihr Areal in den letzten Jahrzehnten nach Norden ausgeweitet. Ein wesentliches Merkmal zur Bestimmung sind die hellen Handschwingen (äußerste Flügelfedern), denen die schwarzen Spitzen fehlen. Sie bevorzugt offene Landschaften in der Nähe von größeren Stillgewässern oder Küstenregionen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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