Bild folgtKI-generierte IllustrationInermocoelotes inermis (L.Koch, 1855)
Die Stachellose Bodentrichterspinne (Inermocoelotes inermis) erkennst du an ihrem unauffälligen, bräunlichen Körper und dem charakteristischen Fangtrichter, der meist flach in der Krautschicht (die bodennahe Pflanzendecke) oder im Moos liegt. Als Mitglied der Familie der Trichterspinnen baut sie ein dichtes, flächiges Netz, das in einer trichterförmigen Wohnröhre endet. In diesem Schlupfwinkel lauert sie geduldig auf Beute, die über die ausgelegten Fangfäden stolpert. In deinem Garten bewohnt sie bevorzugt die Streuschicht (die oberste Bodenschicht aus herabgefallenen Blättern) sowie dunkle Hohlräume unter Steinen oder Totholz. Da sie sich von einer Vielzahl kleiner Bodeninsekten und Larven ernährt, unterstützt sie dich aktiv bei der natürlichen Regulierung von Schädlingen. Du kannst diesem nützlichen Tier helfen, indem du in schattigen Ecken eine Schicht aus Herbstlaub belässt und auf Pestizide verzichtest. Vermeide es, die bodennahen Gespinste zu entfernen, da die Spinne viel Energie für deren Bau benötigt. Ein naturnaher Garten mit vielen Versteckmöglichkeiten ist der ideale Lebensraum für diese ortstreue Jägerin.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und tritt sehr scheu auf. Ihre Chelizeren (Kieferklauen) sind nicht kräftig genug, um die menschliche Haut zu durchdringen. Bei Gefahr zieht sie sich blitzschnell tief in ihren Wohntrichter zurück.
Diese Spinnenart gehört zur Familie der Trichterspinnen (Agelenidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Sie ist in Mitteleuropa, speziell in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien, weit verbreitet und heimisch. Als typischer Bodenbewohner führt sie eine versteckte Lebensweise in der Laubstreu oder unter flachen Steinen. Die Körpergröße der erwachsenen Tiere erreicht meist etwa 7 bis 12 Millimeter.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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