Bild folgtKI-generierte IllustrationIpa keyserlingi (Ausserer, 1867)
Der Kalkhangweber (Ipa keyserlingi) ist ein winziger Vertreter der Webspinnen, der durch seine charakteristischen, bodennahen Gespinste auffällt. Er nutzt für den Beutefang ein sogenanntes Baldachinnetz (ein waagerecht gespanntes, deckenartiges Gewebe). Diese Jagdstrategie ist darauf spezialisiert, Insekten zu fangen, die von darüberliegenden Halmen oder Strukturen in das Netz stürzen. In deinem Garten besiedelt die Art bevorzugt trockene Standorte wie Steingärten oder sonnige Böschungen mit offenen Bodenstellen. Als heimischer Nützling reguliert das Tier die Population kleiner Insekten wie Blattläuse auf natürliche Weise. Die Spinne ist ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts und ein fleißiger Mückenjäger. Du kannst den kleinen Jäger unterstützen, indem du Strukturen wie Trockenmauern oder Steinhaufen ungestört lässt. Das Belassen von Falllaub oder abgestorbenen Pflanzenteilen bietet ihm notwendige Verstecke für die Jagd und Ruhephasen. Im Februar verharrt das Tier meist noch in Winterstarre (einem Ruhezustand bei Kälte) innerhalb geschützter Bodenritzen. Wenn du auf chemische Mittel verzichtest, bleibt der Lebensraum für diesen nützlichen Nachbarn dauerhaft gesund.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und nicht giftig. Ihre Kieferklauen (Chelizeren) sind zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringen. Aufgrund ihrer verborgenen Lebensweise am Boden kommt es zudem fast nie zu direktem Kontakt mit Gartenbesitzern.
Der Kalkhangweber (Ipa keyserlingi) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) in der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und speziell an warme, oft kalkhaltige Standorte angepasst. Mit einer Körperlänge von meist unter drei Millimetern ist er ein sehr kleiner Bewohner der bodennahen Krautschicht (Schicht der krautigen Pflanzen). Seine Verbreitung ist regional oft an spezifische geologische Gegebenheiten gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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