Bild folgtKI-generierte IllustrationIris foetidissima
Auch bekannt als: Stinkende Iris, Koralleniris, Übelriechende Schwertlilie
Unverwechselbar ist die Übelriechende Schwertlilie (Iris foetidissima), wenn du ihre Blätter zwischen den Fingern zerreibst und der namensgebende, leicht fleischige Geruch aufsteigt. Diese wintergrüne Staude ist ein echter Gewinn für schattige Gartenbereiche, in denen sonst wenig gedeiht. Mit ihren großen, breitblättrigen Laubflächen von fast 9000 Quadratmillimetern bietet sie wertvolle Deckung für den Boden. Da sie erst ab Mai blüht, füllt sie die Lücke nach den klassischen Frühjahrsblühern. Du wirst sehen, dass sie mit ihren auffälligen Samenständen bis tief in den Winter Struktur in dein Beet bringt.
Wintergrüner Schattenkünstler mit leuchtendem Fruchtschmuck bis in den Frost.
Die Übelriechende Schwertlilie leistet einen wertvollen Beitrag zur Samenausbreitung durch Tiere in deinem Garten. Ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen stolze 77,6 Milligramm und bleiben lange an der Pflanze haften, was sie zu einer potenziellen Nahrungsquelle in den Wintermonaten macht. Da sie von Mai bis Juli blüht, stellt sie in der Zeit des beginnenden Frühsommers eine Nektarquelle dar. Das dichte, breitblättrige Laub dient zudem als wichtiger Rückzugsort und Schutzraum für bodenbewohnende Lebewesen. Durch die schwere Masse der Samen findet die natürliche Verjüngung meist direkt am Standort statt.
Bitte beachte, dass die Übelriechende Schwertlilie als nicht kindersicher eingestuft ist. Alle Pflanzenteile sind bei Verzehr giftig und können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Trage beim Teilen der Wurzelstöcke vorsichtshalber Handschuhe, um Hautreizungen zu vermeiden. Den Giftnotruf erreichst du im Ernstfall unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Setze die Iris am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise unter Gehölzen.
Boden: Sie bevorzugt kalkhaltige, eher trockene bis frische Böden und verträgt auch sommerliche Trockenheit.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Blätter wintergrün sind und als Winterschutz dienen.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich durch ihre schweren Samen oft in der direkten Umgebung selbst aus.
Besonderheit: Die Pflanze ist sehr robust und kommt gut mit dem Wurzeldruck von Bäumen klar.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) – beide schätzen kalkreiche Böden im Halbschatten und bieten im Winter grünes Laub.
Als Mitglied der Schwertliliengewächse (Iridaceae) gehört die Übelriechende Schwertlilie zur Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Sie ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, kommt aber in den milderen Lagen Mitteleuropas sehr gut zurecht. Typisch sind ihre krautige Wuchsform (nicht verholzt) und das kräftige, breitblättrige Laub, das auch im Winter grün bleibt. Ihre Samen sind mit rund 77 Milligramm vergleichsweise schwer, was auf eine Ausbreitung über kurze Distanzen (Kurzdistanz-Ausbreitung) oder durch Tiere hindeutet.
1 Video zu Übelriechende Schwertlilie
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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