Bild folgtKI-generierte IllustrationIris foetidissima
Auch bekannt als: Stinkende Iris, Koralleniris, Übelriechende Schwertlilie
Unverwechselbar ist die Stinkende Schwertlilie (Iris foetidissima) durch ihre leuchtend orangeroten Samen, die im Spätherbst aus den aufgesprungenen Kapseln zum Vorschein kommen. In deinem Garten ist sie besonders wertvoll, da sie an schattigen Plätzen unter Bäumen gedeiht, wo kaum andere Arten überleben. Sie bietet dort ganzjährig Schutz und Struktur für die Bodenfauna (kleine, am Boden lebende Tiere). Schau doch mal, ob du in deinem Garten noch eine dunkle Ecke für diese robuste Art findest.
Wintergrüner Schattenkünstler mit leuchtend rotem Samenschmuck für dunkle Ecken.
Da für diese Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern in der Datenbank vorliegen, liegt ihr Hauptnutzen in der Bereitstellung von Lebensraum. Die wintergrünen Blätter dienen vielen nützlichen Kleintieren als frostsicheres Winterquartier und Schutzraum. An extrem schattigen Standorten verbessert sie das Kleinklima am Boden und bewahrt die Bodenfeuchtigkeit. Die langanhaltenden Samenstände bieten zudem eine wichtige Struktur im winterlichen Garten. So förderst du die biologische Vielfalt vor allem durch das Angebot eines stabilen Rückzugsortes an Standorten, die sonst oft kahl bleiben.
Die Stinkende Schwertlilie ist nicht kindersicher. Alle Pflanzenteile, insbesondere die attraktiven roten Samen und das Rhizom, sind giftig und können bei Verzehr Beschwerden verursachen. Beim Hantieren mit der Pflanze oder beim Teilen der Wurzelstöcke solltest du vorsichtshalber Gartenhandschuhe tragen, da der Pflanzsaft die Haut reizen kann.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Standort: Bevorzugt halbschattige bis vollschattige Plätze unter Gehölzen.
Boden: Sie gedeiht am besten auf kalkhaltigen, humusreichen (aus zersetztem Laub bestehenden) Böden.
Feuchtigkeit: Die Pflanze ist sehr anpassungsfähig und verträgt nach dem Anwachsen auch längere Trockenphasen im Sommer.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da das Laub wintergrün bleibt.
Vermehrung: Die Staude lässt sich im zeitigen Frühjahr durch Teilung des Rhizoms leicht vermehren.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) - beide Arten teilen sich den Standortanspruch im Schatten und bieten im Winter grünes Laub als Struktur.
Winterschutz: In unseren Breiten ist die Art vollkommen winterhart und benötigt keine zusätzliche Abdeckung.
Die Stinkende Schwertlilie (Iris foetidissima) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Sie ist in Österreich heimisch und besiedelt dort vorzugsweise lichte Wälder und Gebüschsäume auf kalkhaltigen Böden. Ein morphologisches (die äußere Gestalt betreffendes) Merkmal ist das Rhizom, ein unterirdischer Wurzelstock, mit dem die Pflanze überdauert und sich langsam ausbreitet. Ihre Blüten sind eher dezent bläulich bis gelb-braun geädert, was sie deutlich von prachtvollen Garten-Iris unterscheidet.
1 Video zu Übelriechende Schwertlilie

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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