Bild folgtKI-generierte IllustrationIris pumila
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Kaum zu übersehen: Die Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila) besticht durch ihre großen, violetten oder gelben Blüten, die bei einer Wuchshöhe von nur 0,09 m fast direkt auf dem Boden zu sitzen scheinen. Für deinen Naturgarten ist dieser Frühblüher ein echter Gewinn, da er bereits im April wertvolle Nahrung für kräftige Bestäuber bietet. Besonders die imposante Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) und die Erdhummel (Bombus terrestris) steuern die markanten Blüten gezielt an. Da die Pflanze ursprünglich aus trockenwarmen Steppenregionen stammt, bringt sie eine robuste Genügsamkeit mit, die perfekt in moderne, pflegeleichte Kiesbeete passt. Wenn du einen sonnigen, mageren Platz in deinem Garten hast, wirst du an diesem kleinen Überlebenskünstler viel Freude haben.
9 Zentimeter geballte Kraft: Die frühe Tankstelle für die Blaue Holzbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Zwerg-Schwertlilie eine wichtige Energiequelle für früh fliegende Wildbienen. Besonders die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) profitiert von den großen Blüten, die genügend Landefläche für dieses schwere Insekt bieten. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und die Erdhummel (Bombus terrestris) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von 21,098 mg sind die Samen vergleichsweise schwer, was auf eine Ausbreitung über kurze Distanzen hindeutet, bei der auch Ameisen oder am Boden lebende Tiere eine Rolle spielen können. Da sie bereits im April blüht, schließt sie eine kritische Lücke im Nahrungsangebot nach dem Winter.
Bitte beachte, dass die Zwerg-Schwertlilie als nicht kindersicher eingestuft wird, da alle Pflanzenteile, insbesondere das Rhizom, reizende Stoffe enthalten. Bei Kontakt oder versehentlichem Verzehr solltest du sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktieren. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist ein Platz außerhalb der direkten Reichweite ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.091 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), an dem die Pflanze den ganzen Tag direkte Einstrahlung genießt.
Boden: Der Untergrund muss sehr trocken (Feuchtezahl 2) und unbedingt kalkhaltig sowie basisch (Reaktionszahl 9) sein.
Nährstoffe: Als Schwertzehrer (Nährstoffzahl 2) benötigt sie einen mageren Boden; verzichte komplett auf Dünger oder Kompost.
Pflanzzeit: Setze die Rhizome im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst flach in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du Sand oder feinen Kies einarbeiten, um Staunässe zu verhindern.
Pflege: Schneide die Blätter nicht vorzeitig ab, sondern lass sie natürlich welken, damit die Kraft in das Rhizom zurückfließen kann.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks ist nach der Blüte alle paar Jahre möglich.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist das Berg-Steinkraut (Alyssum montanum) – es teilt die Vorliebe für kalkreiche, trockene Standorte und ergänzt das Blau der Schwertlilie mit leuchtendem Gelb.
Die Zwerg-Schwertlilie gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Felshänge, wo sie auf kalkhaltigen Untergründen gedeiht. Trotz ihres Status als Neophyt in manchen Regionen ist sie fest in der hiesigen Flora verankert. Botanisch zeichnet sie sich als ausdauernde, krautige Pflanze mit einem kriechenden Rhizom (Wurzelstock) aus. Die breitschwertförmigen Blätter bleiben oft kürzer als die Blüten, was der Pflanze ihr charakteristisches, kompaktes Erscheinungsbild verleiht.
2 Videos zu Zwerg-Schwertlilie
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →