Bild folgtKI-generierte IllustrationIris sanguinea
Auch bekannt als: Ostsibirische Schwertlilie
Schon von weitem fällt die Ostsibirische Schwertlilie (Iris sanguinea) durch ihre intensiv violettblauen Blüten auf, deren Hüllblätter oft auffällig rötlich gefärbt sind. Als krautige Pflanze mit schwertförmigen, breitblättrigen Blättern bringt sie eine wunderbare vertikale Struktur in deine Beete. In deinem Garten dient sie als wichtige Nektarquelle während der frühen Sommermonate und bereichert die Artenvielfalt durch ihr spezielles Angebot für Bestäuber. Du wirst merken, wie die kräftigen Blütenstiele auch bei Wind sehr standhaft bleiben. Probiere es aus und schaffe einen feuchten Lichtblick für deine geflügelten Gäste am Teichrand oder im Staudenbeet.
Intensiv violette Blütenpracht für feuchte Gartenstellen von Mai bis Juli.
Durch ihre Blütezeit von Mai bis Juli schließt die Pflanze eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot deines Gartens. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von 8,9 mg setzt sie auf die Kurzdistanz-Ausbreitung, wobei auch eine Verbreitung durch Tiere möglich ist. Die großen Blüten bieten Landeplätze für verschiedene Bestäuber, die gezielt nach Nektar suchen. Da sie keine verholzten Teile ausbildet, liefert das absterbende Laub im Herbst wertvolles Material für den Nährstoffkreislauf und dient Bodenorganismen als Nahrung. Die Strukturvielfalt der breiten Blätter fördert zudem das Mikroklima für kleine Lebewesen direkt am Boden.
Die Ostsibirische Schwertlilie ist als nicht kindersicher eingestuft, da alle Pflanzenteile, insbesondere das Rhizom, giftige Stoffe enthalten. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Im Falle eines Verdachts auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit mindestens fünf Stunden direktem Licht.
Der Boden sollte humos und stets ausreichend feucht sein, wobei du Staunässe im Winter vermeiden solltest.
Pflanzzeit im Frühjahr ist im März und April, alternativ im Herbst von September bis November.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ein, damit die Horste (büschelartiger Wuchs) Platz haben.
Drücke die Rhizome (waagerecht wachsende Wurzelstöcke) nur flach in die Erde, sie brauchen Erdkontakt, dürfen aber nicht tief vergraben werden.
Schneide verblühte Stängel nach der Blüte zurück, um die Kraft in das Rhizom zu lenken.
Im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr kannst du das welke Laub bodennah entfernen.
Gute Partnerin: Die Echte Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie schätzt die gleiche Bodenfeuchte und ergänzt die frühe Blütezeit ökologisch wertvoll.
Die Ostsibirische Schwertlilie (Iris sanguinea) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Ursprünglich beheimatet in Ostasien, besiedelt sie dort bevorzugt wechselfeuchte Wiesen und lichte Waldränder. Ein besonderes Merkmal sind die glatten, breitblättrigen Blätter und die unverholzten, krautigen Triebe, die im Winter vollständig einziehen. Die Art ist eng verwandt mit der heimischen Sibirischen Schwertlilie, unterscheidet sich aber durch die rötlichen Hochblätter (Blätter direkt unter der Blüte) an der Basis, was ihr auch den wissenschaftlichen Namen eingebracht hat.
1 Video zu Ostsibirische Schwertlilie

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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