Bild folgtKI-generierte IllustrationIxodes hexagonus Leach, 1815
Die Igelzecke (Ixodes hexagonus) erkennst du an ihrem birnenförmigen, rötlich-braunen Körper mit dem markanten, sechs-eckigen Rückenschild und ihrer gedrungenen Gestalt. Anstelle von Fangnetzen nutzt dieses Tier die Lauerjagd (das geduldige Warten auf einen vorbeikommenden Wirt) in Bodennähe. Ihr Habitat (Lebensraum) befindet sich bevorzugt in der Krautschicht, im Boden oder direkt in den Nestern von Kleinsäugern. Im Garten tritt sie dort auf, wo dichte Vegetation oder Laubschichten Schutz bieten. Als Parasit fungiert sie nicht als klassischer Nützling zur Insektenregulierung, ist jedoch ein natürlicher Bestandteil der heimischen Fauna. Um ein gesundes Gleichgewicht zu wahren, solltest du Strukturen wie Totholz (abgestorbenes Holz) und Laubhaufen belassen. Diese Bereiche fördern die Artenvielfalt und bieten Lebensraum für Fressfeinde, die den Bestand auf natürliche Weise regulieren. Ein naturnaher Garten kommt ohne chemische Eingriffe aus, was die biologische Stabilität stärkt. Achte darauf, nach der Gartenarbeit die Kleidung kurz zu kontrollieren, wenn du in dichten Hecken gearbeitet hast.
Obwohl sie primär Igel befällt, kann sie gelegentlich auf Menschen oder Haustiere übergehen und beißen. Da sie Erreger (krankheitsauslösenden Keime) übertragen kann, ist Vorsicht geboten. Kontrolliere dich nach dem Aufenthalt im dichten Gebüsch gründlich und entferne Tiere sofort.
Die Igelzecke gehört zur Familie der Schildzecken (Ixodidae) innerhalb der Ordnung der Milben, die zu den Spinnentieren (Arachnida) zählen. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch (indigen) und weit verbreitet. Diese Tiere leben obligat parasitisch (zwingend auf einen Wirt angewiesen) und sind auf höhlenbewohnende Säugetiere spezialisiert. Ihre Körpergröße variiert je nach Sättigungsgrad erheblich.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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