Bild folgtKI-generierte IllustrationKlasea radiata
Auch bekannt als: Klasea radiata
An ihren tief fiederschnittigen (stark eingeschnittenen) Blättern und den leuchtend purpurfarbenen Blütenköpfen lässt sich die Strahlen-Scharte (Klasea radiata) sofort erkennen. Diese seltene Wildpflanze ist ein Charakterkopf für sonnige Trockengärten und bringt Struktur in Beete, die im Sommer viel Hitze aushalten müssen. Wenn du einen kalkreichen, sonnigen Platz im Garten hast, leistet du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt der regionalen Vielfalt. Mit dieser Wahl zeigst du echtes Fingerspitzengefühl für die Standortgegebenheiten in deinem Garten.
Ein purpurfarbenes Juwel aus der Steppe für deinen sonnig-trockenen Kalkgarten.
Nach aktuellen Beobachtungen spielt die Strahlen-Scharte eine zentrale Rolle in der Lebensgemeinschaft trockener Magerrasen. Da sie in Regionen vorkommt, in denen viele andere Pflanzen unter sommerlicher Hitze leiden, stellt sie eine verlässliche Nektarquelle während ihrer Blütezeit dar. Die flachen Blütenkörbchen sind so aufgebaut, dass sowohl Schmetterlinge als auch kurzrüsselige Wildbienen leicht an den Nektar gelangen können. In den Wintermonaten dienen die verblühten, aufrechten Stängel als wichtiges Überwinterungsquartier für kleine Insektenlarven, die sich im markgefüllten Inneren verbergen. Da die Art in der Natur selten geworden ist, fungiert dein Garten als wertvoller Trittsteinbiotop (vernetzendes Erhaltungsgebiet) für die lokale Flora.
Die Strahlen-Scharte (Klasea radiata) wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine stechenden Dornen wie eine klassische Distel besitzt, sollte der Kontakt mit dem Pflanzsaft bei empfindlicher Haut vorsichtshalber vermieden werden. Sie ist nicht für den Verzehr geeignet und sollte daher in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Die Strahlen-Scharte ist eine Spezialistin für extreme Standorte. Berücksichtige bei der Pflanzung folgende Punkte:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz. Die Pflanze benötigt Lichtgenuss (Ellenberg Lichtzahl 9) und verträgt keine Beschattung durch größere Nachbarn.
Boden: Der Boden sollte trocken bis sehr trocken sein (Ellenberg Feuchte 2). Ideal ist ein kalkhaltiges Substrat mit geringem Nährstoffgehalt.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Düngergaben sind nicht notwendig und eher schädlich, da sie die Standfestigkeit verringern. Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, um die Winterhärte der Rosette nicht zu gefährden.
Vermehrung: Eine Aussaat ist im Herbst direkt ins Freiland möglich, da die Samen oft einen Kältereiz zur Keimung benötigen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für kalkreiche, trockene Böden und bilden ein harmonisches Farbbild aus Purpur und Tiefrosa.
Die Strahlen-Scharte (Klasea radiata) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eng mit den bekannteren Flockenblumen verwandt. In unserer Region ist sie primär in Österreich heimisch, wo sie bevorzugt in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an sonnigen Böschungen wächst. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 60 Zentimetern und zeichnet sich durch einen aufrechten, meist unverzweigten Wuchs aus. Typisch für diese Art ist die Rosettenbildung am Boden, aus der im Frühsommer die markanten Blütenstände emporwachsen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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