Bild folgtKI-generierte IllustrationKrascheninnikovia ceratoides
Auch bekannt als: Europa-Hornmelde, Europäische Hornmelde
Schon von weitem fällt die Radmelde (Krascheninnikovia ceratoides) durch ihre silbergraue Behaarung und die auffällig wolligen Samenstände auf. Dieser kleine Strauch ist eine echte Besonderheit für extrem trockene Standorte, an denen andere Pflanzen längst aufgeben würden. Wenn du einen sonnigen, kalkreichen Platz in deinem Garten hast, solltest du diesem robusten Überlebenskünstler eine Chance geben.
Silberner Überlebenskünstler: Die Radmelde trotzt jeder Hitzewelle mit Eleganz.
In der ökologischen Gartenkultur übernimmt die Radmelde eine wichtige Rolle als Strukturbildner für Trockenlebensräume. Ihre dichte Behaarung ist eine Anpassung an extreme Standorte und bietet kleinsten Wirbellosen auch bei großer Hitze einen geschützten Rückzugsort. Die wolligen Fruchtstände bleiben oft bis weit in den Winter hinein stabil und bieten so eine wichtige Struktur für die Überwinterung von Nützlingen im Garten. Da sie in der Natur vor allem auf erosionsgefährdeten Hängen wächst, hilft sie auch im Garten dabei, den Boden an schwierigen, sonnenexponierten Stellen zu festigen. Durch die Pflanzung dieser seltenen Art leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität Österreichs.
Die Radmelde ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Die feinen, sternförmigen Haare, die die gesamte Pflanze überziehen, können bei Berührung auf empfindlicher Haut mechanische Reizungen verursachen. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze nicht direkt an schmalen Wegen oder Spielbereichen zu platzieren, um unnötigen Hautkontakt zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Wähle für diesen Spezialisten einen Standort, der seinen natürlichen Lebensraum im Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) widerspiegelt.
Standort: Vollsonnig und heiß; Halbschatten wird nicht vertragen.
Boden: Der Untergrund muss sehr durchlässig, eher nährstoffarm und kalkhaltig sein. Staunässe führt unweigerlich zum Absterben der Wurzeln.
Pflanzzeit: Idealerweise setzt du die Radmelde im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Ein moderater Rückschnitt im zeitigen Frühjahr hält den Strauch kompakt und fördert den frischen, silbrigen Austrieb.
Vermehrung: Die Anzucht gelingt am besten über Samen im Frühjahr.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist das Echte Federgras (Stipa pennata) – beide teilen die Vorliebe für trockene, kalkreiche Böden und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft der Steppenregion.
Die Radmelde gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist ein charakteristischer Vertreter der pannonischen Flora. In Mitteleuropa ist sie natürlicherweise auf Österreich beschränkt, wo sie trockene, basenreiche Hänge und Steppenstandorte besiedelt. Botanisch handelt es sich um einen Halbstrauch (Pflanze, die unten verholzt und oben krautig bleibt), der eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 80 Zentimetern erreicht. Die namensgebenden Hornfrüchte sind von dichten, weißen Haaren umgeben, was der Pflanze nach der Blüte ein federleichtes Aussehen verleiht.
3 Videos zu Europa-Hornmelde



•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →