Bild folgtKI-generierte IllustrationLagurus ovatus
Auch bekannt als: Hasenschwanzgras, Samtgras
Wer das Samtgras (Lagurus ovatus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die weichen, eiförmigen Blütenstände fühlen sich tatsächlich wie kleine, flauschige Hasenschwänzchen an. Auch wenn für diese Art keine spezifischen Insektenbeziehungen in den Daten vorliegen, bietet die Struktur des Grases Schutz für kleine Bodenbewohner und bereichert die Vielfalt im Garten. Du kannst mit diesem unkomplizierten Gras leicht natürliche Akzente setzen und gleichzeitig die regionale Flora unterstützen. Schau doch mal, ob du ein sonniges Plätzchen für diese besondere Erscheinung findest.
Flauschiger Charme für Sonnenbeete: Das Samtgras überzeugt durch sanfte Textur.
Obwohl für das Samtgras nach aktuellen Daten keine spezifischen Bestäuberbeziehungen verzeichnet sind, erfüllt es als heimische Art in Österreich wichtige ökologische Funktionen. Da Gräser windbestäubt werden, bieten sie zwar keinen Nektar, aber ihre Samenstände sind im Winter eine potenzielle Nahrungsquelle für Vögel wie den Distelfink (Carduelis carduelis). Die dichten Halme dienen zudem als Rückzugsort und Überwinterungsquartier für verschiedene kleine Arthropoden (Gliederfüßer wie Spinnen oder Käfer). Durch die Integration solcher Gräser förderst du ein stabiles Mikroklima am Boden. Es fügt sich harmonisch in die regionale Lebensgemeinschaft ein, ohne andere Arten zu verdrängen.
Das Samtgras wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den feinen Grannen (haarartigen Fortsätzen der Blüten), die bei Berührung Hautreizungen verursachen oder in die Augen gelangen können. Die Pflanze ist jedoch nicht giftig, und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Arten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Wähle für das Samtgras einen vollsonnigen Standort mit durchlässigem, eher magerem Boden.
Es bevorzugt Bedingungen, die einem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiese) ähneln.
Die ideale Pflanz- oder Aussaatzeit liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden offen ist.
Da es sich um einen Lichtkeimer handelt, solltest du die Samen nur leicht andrücken und nicht mit Erde bedecken.
In der ersten Zeit nach der Aussaat muss die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden.
Einmal etabliert, kommt die Pflanze sehr gut mit sommerlicher Trockenheit zurecht.
Auf Dünger solltest du verzichten, damit die Halme stabil bleiben und nicht umknicken.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Selbstaussaat im Herbst.
Lasse die vertrockneten Halme über den Winter stehen, um die Gartenstruktur zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Samtgras (Lagurus ovatus) ist ein Vertreter der Familie der Süßgräser (Poaceae) und stellt die einzige Art in seiner Gattung dar. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, ist es in Österreich mittlerweile fest eingebürgert und besiedelt dort trockene Standorte. Die Pflanze wächst einjährig und bildet kompakte, rispige Blütenstände aus, die durch lange, weiche Grannen (borstenartige Fortsätze) ihr charakteristisches Aussehen erhalten. In der Natur findet man es oft an Wegrändern oder auf sandigen Flächen, wo es mit wenig Nährstoffen auskommt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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