Bild folgtKI-generierte IllustrationLappula patula
Auch bekannt als: Lappula patula
An seinen winzigen, hellblauen Blüten und den flachen, am Rand bestachelten Teilfrüchten lässt sich der Flachfrüchtige Igelsame (Lappula patula) sofort erkennen. Da die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird, solltest du einen Platz wählen, an dem kleine Entdecker nicht direkt mit den stacheligen Früchten in Kontakt kommen. Jetzt im Februar ist der ideale Zeitpunkt, um den passenden Platz für die Aussaat im Frühling vorzubereiten. Mit seiner Förderung unterstützt du gezielt die regionale Artenvielfalt in trockenwarmen Gebieten. Probier es doch mal an einer mageren Stelle in deinem Steingarten aus.
Blaues Juwel für trockene Ecken: Ein seltener Österreicher für Naturgärtner.
Als heimische Art in Österreich ist der Flachfrüchtige Igelsame (Lappula patula) ein wichtiger Bestandteil regionaler Ökosysteme auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Er bietet Nektar und Pollen für spezialisierte Bestäuber an, die in kargen Lebensräumen nach Nahrung suchen. Die markanten Früchte nutzen die Klettausbreitung (Anhaften an Tierfell), um neue Standorte zu besiedeln. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als Strukturgeber und Nahrung für Vögel. Mit der Ansiedlung dieser seltenen Art trägst du aktiv zum Erhalt der genetischen Vielfalt bei. Du schaffst einen Trittstein für die Flora und Fauna trockenwarmer Standorte in deinem Garten.
Der Flachfrüchtige Igelsame (Lappula patula) gilt als nicht kindersicher. Der Hauptgrund liegt in den scharf bestachelten Früchten, die bei Berührung oder Verschlucken Reizungen verursachen können. Zudem enthalten viele Raublattgewächse Stoffe, die bei Verzehr problematisch sein können. Eine Verwechslung mit giftigen Arten wie der Hundszunge (Cynoglossum) ist aufgrund der speziellen flachen Fruchtform nahezu ausgeschlossen.
Licht
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Boden
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Blütezeit
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Suche einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem, eher trockenem Boden aus.
Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige Untergründe und kommt mit Nährstoffarmut sehr gut zurecht.
Staunässe (stehendes Wasser) verträgt sie gar nicht, daher ist ein guter Wasserabzug wichtig.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Als ein- oder zweijährige Art ist sie auf die Selbstaussaat angewiesen.
Lass die Samenstände im Herbst unbedingt stehen, damit sich die Art im nächsten Jahr selbst erneuern kann.
Offene Bodenstellen im Beet sind für die Keimung der Samen essenziell.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit in der Anwachsphase nötig.
Dünger solltest du vermeiden, da dies eher konkurrenzstarke Gräser fördert.
Saatgut ist im Fachhandel oft schon für zwei bis drei Euro erhältlich.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen).
Der Flachfrüchtige Igelsame (Lappula patula) ist ein Vertreter der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet in unserer Region liegt primär in den wärmebegünstigten Steppenlandschaften Österreichs. Die Pflanze wächst meist ein- bis zweijährig und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 bis 40 Zentimetern. Typisch sind die rau behaarten Blätter und der traubige Blütenstand mit sehr kleinen Blütenkronen, die an Vergissmeinnicht erinnern. Die Pflanze bildet charakteristische Klausenfrüchte (vierteilige Zerfallfrüchte) mit einer markanten Randstachelung aus.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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