Bild folgtKI-generierte IllustrationLarus delawarensis Ord, 1815
Auch bekannt als: Ringschnabelmöwe
Die Ringelschnabelmöwe (Larus delawarensis) ist eine mittelgroße Möwe mit hellgrauem Rücken, gelben Beinen und einer markanten schwarzen Binde auf dem gelben Schnabel. In Deinem Garten wirst Du sie vermutlich eher in der Nähe von Teichen oder auf offenen Flächen entdecken, wo sie durch ihre hellen Rufe auffällt. Als Allesfresser ist sie wenig wählerisch und sucht am Boden nach Regenwürmern oder Insekten. Ihre Nester errichtet sie bevorzugt in Bodenmulden nahe am Wasser, meist in geselligen Kolonien (Brutgemeinschaften). Da sie zu den Kurzstreckenziehern (Vögel mit kurzen Wanderwegen) gehört, taucht sie bei uns oft schon im Vorfrühling auf. Du kannst ihr helfen, indem Du auf Insektizide (chemische Insektenbekämpfungsmittel) verzichtest, damit sie genug natürliche Nahrung findet. Offene Wasserstellen im Garten werden von ihr gerne zur Gefiederpflege genutzt. Im Februar solltest Du darauf achten, sie bei der Rast nicht unnötig aufzuscheuchen, da sie nun viel Energie für die kommende Brutzeit benötigt. Ein strukturierter Garten mit Ruhezonen bietet ihr in dieser Zeit eine wichtige Zuflucht.
Die Ringelschnabelmöwe ist nach geltendem Recht geschützt. Es ist verboten, die Vögel während der Fortpflanzungszeit zu beunruhigen oder ihre Niststätten zu beschädigen. Wegen der Verwechslungsgefahr mit anderen Möwenarten ist eine sorgfältige Bestimmung anhand der Beinfarbe und der Schnabelzeichnung wichtig.
Dieses Taxon (systematische Einheit) wird in die Familie der Möwen (Laridae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes) eingestuft. Die Verbreitung umfasst laut Datenbestand Deutschland, Österreich und die Schweiz, wobei die Tiere eng an aquatische (im Wasser befindliche) Lebensräume gebunden sind. In ihrer Lebensweise zeigt sie sich sehr anpassungsfähig und besiedelt sowohl Küsten als auch Binnengewässer. Von der ähnlichen Sturmmöwe (Larus canus) unterscheidet sie sich durch den kräftigeren Schnabel und die hellere Iris (Regenbogenhaut des Auges).
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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