Bild folgtKI-generierte IllustrationLarus glaucoides B.Meyer, 1822
Auch bekannt als: Polarmöwe
Die Polarmöwe (Larus glaucoides) erkennst du an ihrem sehr hellen, silbergrauen Gefieder und den auffallend weißen Flügelspitzen, die keinerlei schwarze Zeichnung aufweisen. Dieser mittelgroße Vogel wirkt meist zierlicher als die bekannte Silbermöwe und besitzt einen gelben Schnabel sowie oft dunkle Augen. Als Allesfresser (Tier, das sowohl pflanzliche als auch tierische Kost verwertet) zeigt sie sich bei der Nahrungssuche sehr anpassungsfähig. In unseren Gärten ist sie ein seltener Gast, der vor allem in den Wintermonaten in der Nähe von Gewässern oder großen Freiflächen erscheint. Da sie ein ausgeprägter Kurzstreckenzieher (Vogel, der nur kurze Distanzen zwischen Brut- und Winterquartier wandert) aus der Arktis ist, nutzt sie unsere Regionen nur zur Überwinterung. Ihren Nistplatz (Ort der Eiablage) errichtet sie in ihrer Heimat bevorzugt an steilen Felsklippen, weshalb sie bei uns nicht brütet. Du kannst diesen Tieren helfen, indem du offene Wasserstellen im Garten eisfrei hältst und für ausreichend Ruhe sorgst. Eine maßvolle Winterfütterung (Zufütterung in der kalten Jahreszeit) kann die Vögel in strengen Frostperioden unterstützen. Beobachte sie am besten aus der Distanz, um ihnen unnötigen Energieverbrauch durch Auffliegen zu ersparen.
Die Polarmöwe ist als heimische Vogelart durch das Naturschutzrecht geschützt; ein Fang oder die absichtliche Störung sind untersagt. Da sie bei uns nicht brütet, besteht keine Gefahr für Nester, doch sollten rastende Tiere im Winter nicht aufgeschreckt werden. Es besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit anderen hellen Möwenarten, was bei der Bestimmung Geduld erfordert.
Die Polarmöwe gehört zur Familie der Möwen (Laridae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als regelmäßiger, wenn auch seltener Wintergast bekannt. Taxonomisch wird sie in der Gattung Larus geführt und brütet primär in den arktischen Regionen Kanadas und Grönlands. Ihre Lebensweise ist stark an Küstenbereiche gebunden, doch sie folgt im Winter oft Flussläufen ins Binnenland. Die Unterscheidung von der größeren Eismöwe erfolgt meist über die Körperproportionen und die Schnabelform.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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