Bild folgtKI-generierte IllustrationLaserpitium halleri
Auch bekannt als: Rauhhaar-Laserkraut, Rauhaar-Laserkraut, Hallers Laserkraut
Wer Hallers Laserkraut (Laserpitium halleri) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren großen, weißen Blütendolden und den fein fiedrigen, fast schon moosartig wirkenden Blättern ist sie eine markante Erscheinung im Garten. Sie dient als verlässliche Nahrungsquelle für Insekten mit kurzen Rüsseln, wie etwa verschiedene Schwebfliegen oder Käfer, die den offen dargebotenen Nektar leicht erreichen können. Wenn du einen sonnigen Standort mit steinigem Boden hast, ist diese robuste Pflanze genau die richtige Wahl für dich. Hol dir ein Stück alpine Wildnis direkt vor die Terrassentür.
Alpiner Charme für Sonnenplätze: Robust, kalkliebend und wertvoll für Insekten.
Nach aktuellen Beobachtungen zur Blütenstruktur bietet Hallers Laserkraut besonders für Schwebfliegen und räuberische Wespenarten eine wertvolle Nahrungsquelle. Diese Insekten finden auf den flachen Dolden eine leicht zugängliche Plattform für Nektar und Pollen. Da die Art in Österreich heimisch ist, fügt sie sich perfekt in das Beziehungsgefüge der dortigen Insektenwelt ein. Käfer nutzen die Blütenstände häufig als Paarungs- und Ruheplatz. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel wertvolle Strukturen für überwinternde Insektenlarven. Die Samenreife im Spätsommer stellt zudem eine potenzielle Futterquelle für Vögel dar, die in den Bergregionen nach Nahrung suchen.
Bitte beachte, dass Hallers Laserkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze enthält Stoffe, die bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung zu Reizungen führen können (Phototoxizität). Es besteht zudem eine optische Ähnlichkeit zu anderen Doldenblütlern, weshalb du beim Hantieren im Garten vorsichtshalber Handschuhe tragen solltest.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.65 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einem Steingarten oder an einer Böschung.
Boden: Die Pflanze benötigt einen durchlässigen, eher mageren und kalkreichen Boden; schwere Lehmböden sollten mit Sand oder Splitt aufgelockert werden.
Ellenberg-Zahlen: Mit einem Lichtwert von 8 benötigt sie sehr viel Licht und verträgt kaum Beschattung.
Feuchtigkeit: Ein Feuchtewert von 4 zeigt an, dass sie trockene bis frische Standorte bevorzugt und Trockenphasen gut übersteht.
Pflanzzeit: Setze die Staude von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Wasserbedarf: Nur in der Anwachsphase regelmäßig gießen, danach versorgt sie sich über ihre Pfahlwurzel (tiefreichende Hauptwurzel) selbst.
Pflege: Ein Rückschnitt der abgestorbenen Pflanzenteile sollte erst im Spätwinter erfolgen, um die Winterhärte zu unterstützen.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich am passenden Standort durch Selbstaussaat.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Berg-Aster (Aster amellus). Beide Arten teilen die Vorliebe für kalkhaltige Böden und sonnige Lagen, wodurch sie eine ökologisch stimmige Lebensgemeinschaft bilden.
Hallers Laserkraut gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist primär in den Gebirgsregionen Österreichs beheimatet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst alpine Schutthalden, Felsfluren und Magerrasen (nährstoffarme, trockenwarme Wiesen) auf Kalkuntergrund. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihren kräftigen Wuchs und die charakteristischen, zwei- bis dreifach gefiederten Grundblätter aus. Die weißen Blüten stehen in einer Doppeldolde, einem verzweigten Blütenstand, bei dem die Stiele wie Regenschirmstreben von einem Punkt ausgehen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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