Bild folgtKI-generierte IllustrationLaserpitium latifolium
Mit ihren tellerförmigen, weißen Doldenblüten fällt das Breitblättrige Laserkraut (Laserpitium latifolium) sofort auf. Du erkennst die Pflanze zudem an ihren bläulich-grünen, sehr breiten Blättern, die für einen Doldenblütler ungewöhnlich massiv wirken. Da die Art in der Region bereits auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) steht, ist sie eine wertvolle Ergänzung für deinen Garten, um die heimische Flora (Pflanzenwelt) zu erhalten. Sie bringt Struktur in halbschattige Bereiche und ist durch ihre Symbiose mit Bodenpilzen bestens angepasst. Wenn du eine stattliche Wildstaude suchst, die nicht jeder Nachbar hat, liegst du hier genau richtig.
Stattliche Schönheit von der Vorwarnliste: Hol dir die seltene Doldenriesin.
Da das Breitblättrige Laserkraut auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) geführt wird, trägt jede Pflanzung im Garten direkt zum Artenschutz bei. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt in das regionale Ökosystem eingegliedert. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) sorgt für ein stabiles Netzwerk im Boden, von dem auch benachbarte Pflanzen durch einen verbesserten Nährstoffkreislauf profitieren können. Da spezifische Bestäubungsdaten in der Datenbank fehlen, ist vor allem ihr Wert als seltener werdender Baustein der heimischen Pflanzengesellschaft hervorzuheben.
Das Breitblättrige Laserkraut ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Doldenblütler kann es bei Berührung in Kombination mit Sonnenlicht zu Hautreizungen führen und sollte nicht verzehrt werden. Ein Platz im hinteren Bereich des Beetes, außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kindern, ist daher ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.8 m
Standort: Suche einen Platz im Halbschatten, beispielsweise am Rand von Gehölzen.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Frost herrscht.
Wasserbedarf: Achte darauf, dass der Boden nie ganz austrocknet, besonders in den Anwachsphasen.
Mykorrhiza: Die vorhandene Arbuskuläre Mykorrhiza (Wurzelsymbiose) hilft der Pflanze, sich im Boden zu etablieren.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im späten Winter nötig, damit die hohlen Stängel im Winter Schutzraum bieten können.
Kombinationsempfehlung: Gute Nachbarin ist die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) – beide teilen die Vorliebe für frische, halbschattige Standorte und kommen in natürlichen Waldsaumgesellschaften gemeinsam vor.
Das Breitblättrige Laserkraut (Laserpitium latifolium) ist ein Vertreter der Doldenblütler (Apiaceae) und im gesamten Alpenraum sowie in den Mittelgebirgen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als indigen (einheimisch) besiedelt es bevorzugt lichte Waldränder und frische Bergwiesen. Auffällig ist die morphologische (gestaltliche) Besonderheit der Teilblätter, die deutlich breiter und weniger fein zerteilt sind als bei vielen Verwandten. Die Pflanze lebt in einer Lebensgemeinschaft mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (spezielle Wurzelpilze), die den Nährstoffaustausch im Boden optimieren.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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