Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Formicidae
Diese braungrau gefärbte Ersameise (*Lasius paralienus*) erreicht eine Körperlänge von etwa drei bis vier Millimetern und fällt Dir im Garten meist durch ihre flinken Bewegungen auf der Erdoberfläche auf. Die Tiere bilden unterirdische Staaten, die von einer einzelnen Königin geleitet werden und oft über viele Jahre bestehen. In Deinem Garten übernehmen sie die wichtige Aufgabe der Bioturbation (Bodenbelüftung und -umschichtung durch Lebewesen), was die Struktur Deines Bodens nachhaltig verbessert. Ihre Ernährung besteht vorwiegend aus flüssigen Ausscheidungen anderer Insekten sowie aus erbeuteten Kleinstlebewesen, die sie im Boden oder auf Oberflächen finden. Zudem leisten sie einen Beitrag zur Myrmekochorie (Samenverbreitung durch Ameisen), indem sie die Samen verschiedener Wildkräuter in ihre Gänge tragen. Die Larven wachsen gut geschützt in den Nestkammern heran und werden dort von den Arbeiterinnen intensiv gepflegt und gefüttert. Meist wirst Du diese Art nur beim Umdrehen von Steinen oder bei vorsichtiger Bodenbearbeitung entdecken. Als Gärtner kannst Du sie unterstützen, indem Du auf Insektizide (chemische Insektenbekämpfungsmittel) verzichtest und kleine Bereiche im Garten ungestört lässt. Ein naturnaher Garten mit offenen Bodenstellen bietet ihnen ideale Lebensbedingungen. Sie stören weder die Bausubstanz Deines Hauses noch schädigen sie Deine Pflanzen direkt.
Diese Ameisenart ist für den Menschen vollkommen harmlos, da sie keinen Giftstachel besitzt und sich nicht aggressiv verhält. Im Garten ist sie ein nützlicher Helfer bei der Bodenverbesserung und ein wichtiger Teil des ökologischen Gleichgewichts. Es besteht kein besonderer gesetzlicher Schutzstatus, doch sollte sie als nützlicher Mitbewohner geschont werden.
Die Art (*Lasius paralienus*) gehört zur Familie der Formicidae (Ameisen) und wird innerhalb der Gattung Lasius zur Untergattung der Echten Wegameisen gezählt. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie besiedelt bevorzugt sonnige, eher trockene Standorte und legt ihre Nester vorwiegend im Erdboden oder unter schützenden Steinen an. Die Arbeiterinnen messen etwa 3 bis 4 Millimeter, während die geflügelten Geschlechtstiere deutlich größer werden können.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Occurrence data via GBIF Backbone Taxonomy
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