Bild folgtKI-generierte IllustrationLedereragrotis multifida sanctmoritzi
Typisch fuer Ledereragrotis multifida sanctmoritzi ist ihre Zugehoerigkeit zu den Eulenfaltern (Noctuidae), die sie als unauffaelligen, aber hochspezialisierten Nachtgast kennzeichnet. Du erkennst dieses Tier vor allem an seiner Seltenheit, da es laut Datenlage ausschliesslich in der Schweiz vorkommt und dort bisher nur 12 Mal dokumentiert wurde. Da es sich um eine wenig erforschte Unterart handelt, sind die genaue Anzahl der Eier und die bevorzugten Futterpflanzen der Raupen in der wissenschaftlichen Literatur noch nicht abschliessend verzeichnet. Wir wissen jedoch, dass sie als heimischer Gebirgsbewohner ein wichtiger Teil der alpinen Biodiversitaet (Vielfalt des Lebens) ist. Die Raupen entwickeln sich vermutlich verborgen in der Vegetation, wobei die genauen Wirtspflanzen noch Gegenstand der Forschung sind. Eine Ueberwinterung erfolgt hoechstwahrscheinlich in bodennahen Verstecken, um die extremen Bedingungen der Alpen zu ueberstehen. Als Gartenbesitzer in hohen Lagen kannst du die Art foerdern, indem du naturbelassene Flaechen mit heimischen Graesern und Steinhaufen erhaeltst. Da keine spezifischen Daten zu Nektarquellen im Fruehling oder Sommer vorliegen, ist jede Sichtung an Bluehflanzen eine wertvolle Information. Achte darauf, kuenstliche Lichtquellen nachts zu reduzieren, um diesen seltenen Falter nicht zu desorientieren (die Orientierung verlieren lassen).
Dieser Nachtfalter ist vollkommen harmlos und ein schuetzenswerter Teil der Natur. Er besitzt keine Mechanismen, um zu stechen oder zu beissen. Aufgrund der extremen Seltenheit sollte das Tier bei einer Sichtung keinesfalls beruehrt oder gestoert werden.
Ledereragrotis multifida sanctmoritzi ist eine spezialisierte Unterart aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Ihr dokumentiertes Verbreitungsgebiet beschraenkt sich auf die Schweiz, was sie zu einem wertvollen Element der regionalen Fauna macht. Die Unterart ist an alpine Lebensraeume angepasst und weist eine sehr geringe Funddichte auf. Taxonomisch (nach der biologischen Einordnung) ist sie eng mit anderen Arten der Gattung Ledereragrotis verwandt, unterscheidet sich aber durch ihre geografische Isolation in den Alpen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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