Bild folgtKI-generierte IllustrationLemna arrhiza
Auch bekannt als: Lemna arrhiza
Unverwechselbar ist die Wurzellose Zwerglinse (Lemna arrhiza) durch ihre winzigen, nur etwa einen Millimeter großen, grünen Kugeln, die ohne Wurzeln auf der Wasseroberfläche treiben. Als kleinste Blütenpflanze der Welt ist sie eine botanische Rarität, die in Deutschland heimisch ist. Sie hilft dir dabei, überschüssige Nährstoffe aus dem Teichwasser zu binden und so das Algenwachstum auf natürliche Weise zu begrenzen. Da sie bei Wärme dichte Teppiche bilden kann, bietet sie wertvollen Schutz für kleinste Wasserorganismen. Wenn du dieses kleine Naturwunder in deinem Garten ansiedelst, holst du dir ein faszinierendes Stück Evolution direkt in deinen Teich.
Das kleinste Wunder der Natur: Die Wurzellose Zwerglinse für deinen Teich.
Nach aktuellen Daten liegen für die Wurzellose Zwerglinse keine spezifischen Bestäubungsbeziehungen oder Raupenfutterdaten vor. Als Teil des Pleustons (Lebensgemeinschaft an der Wasseroberfläche) spielt sie jedoch eine wichtige Rolle im Stoffhaushalt des Gewässers. Sie entzieht dem Wasser effektiv Stickstoff und Phosphat, was die Wasserqualität stabilisiert und Trübungen vorbeugt. Zudem dienen die dichten Bestände als wichtiger Versteckplatz für Kleinstlebewesen wie Wasserflöhe. Wasservögel nutzen die Bestände gelegentlich als Zusatznahrung und tragen zur Verbreitung (Zoochorie) in neue Gewässer bei.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft, was primär an der notwendigen Tiefe des Standgewässers liegt, in dem sie gedeiht. Die Pflanze selbst ist nach heutigem Wissen ungiftig, sollte aber dennoch nicht verzehrt werden. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit der Kleinen Wasserlinse (Lemna minor), die im Gegensatz zur Zwerglinse jedoch deutlich erkennbare Wurzeln besitzt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle für die Ansiedlung einen sonnigen bis halbschattigen Platz in einem stehenden Gewässer.
Ein hoher Nährstoffgehalt (eutropher Zustand) des Wassers fördert das Wachstum dieser Art massiv.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai, wenn die Wassertemperaturen dauerhaft steigen.
Setze die winzigen Pflanzen einfach vorsichtig auf die Wasseroberfläche, sie finden ihren Platz von selbst.
Die Vermehrung erfolgt vegetativ (geschlechtslos durch Teilung), was im Hochsommer zu einer sehr schnellen Ausbreitung führt.
Achte darauf, bei zu dichter Bedeckung regelmäßig Anteile mit einem Kescher zu entfernen, um Licht für Unterwasserpflanzen zu erhalten.
Im Herbst bildet die Pflanze Turionen (schwere Dauerknospen), die auf den Teichgrund sinken.
Diese überdauern den Frost sicher im Schlamm und steigen im nächsten Frühjahr bei Erwärmung wieder auf.
Gute Partnerin: Die Krebsschere (Stratiotes aloides), da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Wasserqualität stellen und gemeinsam ein stabiles Ökosystem bilden.
Die Wurzellose Zwerglinse (Lemna arrhiza) gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist in wärmebegünstigten Gebieten Deutschlands verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt stehende, nährstoffreiche Gewässer und Altwasserarme. Morphologisch (gestaltlich) ist sie extrem reduziert: Sie besitzt weder Blätter noch Stängel oder Wurzeln. Der gesamte Pflanzenkörper besteht aus einem linsenförmigen Sprossglied, das gleichzeitig der Photosynthese und der Vermehrung dient, was sie zu einer hochspezialisierten Wasserpflanze macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →