Bild folgtKI-generierte IllustrationLemna turionifera
Auch bekannt als: Lemna turionifera
Du erkennst die Rote Wasserlinse (Lemna turionifera) an ihren winzigen, rundlichen Schwimmblättern, die auf der Unterseite meist auffällig weinrot gefärbt sind. In deinem Gartenteich ist diese kleine Pflanze ein wahrer Segen für die Wasserqualität, da sie als Mittelzehrer überschüssige Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt und so das Algenwachstum bremst. Da sie zu den Neophyten (gebietsfremde Arten, die nach 1492 zu uns kamen) gehört, ist sie mittlerweile fest in unserer Gewässerflora etabliert. Sie bietet unter der Wasseroberfläche Schutz für die Kinderstube von Wasserbewohnern. Wenn du klares Wasser und eine natürliche Beschattung suchst, ist sie die richtige Wahl für dich.
Kleine Teichreinigerin: Die Rote Wasserlinse klärt dein Wasser ganz natürlich.
Nach aktuellen ökologischen Daten fungiert die Rote Wasserlinse primär als Nährstoffregulator in deinem Teichökosystem. Durch ihre Vorliebe für mittlere Nährstoffgehalte bindet sie effektiv Nitrate und Phosphate und verbessert so die Lichtverhältnisse für tiefer wachsende Wasserpflanzen, indem sie das Algenrisiko senkt. Als krautige Pflanze mit breiten Schwimmblättern bildet sie einen dichten Teppich, der die Verdunstung reduziert und das Wasser im Sommer kühler hält. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr ökologischer Hauptwert in der Primärproduktion und der Strukturgebung für die aquatische Lebensgemeinschaft.
Die Rote Wasserlinse ist als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere die Pflanzenteile nicht verschlucken. Wie bei allen Arbeiten an Gartenteichen gilt zudem Vorsicht wegen der Ertrinkungsgefahr; ein verantwortungsbewusster Umgang mit offenen Wasserflächen ist daher wichtig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.006 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz für deinen Teich, damit sich die Pflanze wohlfühlt.
Ellenberg Feuchte 11: Diese Art benötigt dauerhaft stehendes Wasser und ist für trockene Standorte ungeeignet.
Boden/Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Ellenberg N 6) bevorzugt sie mäßig nährstoffreiches Wasser; eine Düngung ist im Teich meist nicht nötig.
Wuchshöhe: Mit 0,01 m bleibt sie eine reine Schwimmpflanze an der Oberfläche.
Pflanzzeit: Setze die Wasserlinsen im Frühjahr zwischen April und Mai einfach auf die Wasseroberfläche aus.
Pflege: Bei massenhafter Vermehrung solltest du einen Teil mit dem Kescher entfernen, um Nährstoffe dauerhaft aus dem Teichsystem zu entnehmen.
Überwinterung: Die Pflanze bildet im Herbst schwere Turionen (Sinkknospen), die am Grund überdauern und im Frühjahr wieder aufsteigen.
Gute Partnerin: Die Krebsschere (Stratiotes aloides) – sie besiedelt ähnliche Wasserbereiche und bietet eine schöne vertikale Ergänzung zur flachen Wasserlinse.
Die Rote Wasserlinse gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist eng mit den bekannten Zimmerpflanzen wie dem Einblatt verwandt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie in stehenden oder langsam fließenden Gewässern weit verbreitet. Morphologisch ist sie kaum von der Gemeinen Wasserlinse zu unterscheiden, außer durch die charakteristische Rotfärbung der Unterseite und die Bildung von Turionen (Winterknospen), die zum Überwintern auf den Grund sinken. Sie wächst krautig und erreicht eine Wuchshöhe von lediglich 0,01 m.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →