Bild folgtKI-generierte IllustrationLemna turionifera
Auch bekannt als: Lemna turionifera
Schon von weitem fällt die Rote Wasserlinse (Lemna turionifera) durch ihre oft rötlich unterlaufenen Sprossglieder auf, die als winzige Inseln auf der Wasseroberfläche treiben. Diese kleine Schwimmpflanze ist ein wertvoller Bestandteil für dein Gartenbiotop, da sie als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) dabei hilft, das biologische Gleichgewicht im Teich zu wahren. Obwohl sie als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) gilt, ist sie in unseren Regionen fest etabliert und bietet Schutz für Wasserlebewesen. In deinem Garten übernimmt sie die wichtige Aufgabe der natürlichen Beschattung, was gerade in heißen Sommern die Algenbildung reduziert. Schau doch mal genauer hin, ob du die purpurne Färbung ihrer Unterseite entdeckst.
Natürliche Wasserklärung und Farbtupfer: Die Rote Wasserlinse schützt dein Biotop.
Die Rote Wasserlinse leistet einen diskreten, aber wichtigen Beitrag zur Ökologie deines Gartenteichs. Da spezifische Bestäuberdaten für diese Art fehlen, liegt ihr Hauptnutzen in der physikalischen Veränderung des Lebensraums Wasser. Durch ihre Ausbreitung auf der Oberfläche dämpft sie die direkte Sonneneinstrahlung und kühlt so das Wasser für empfindliche Wasserinsekten ab. Zwischen ihren feinen Wurzeln finden Kleinstlebewesen wertvolle Rückzugsorte. Ihre Blütezeit in den Monaten Mai und Juni ist zwar unauffällig, markiert aber die Phase höchster Vitalität. Als Neophyt fügt sie sich nahtlos in bestehende Ökosysteme ein und dient als natürlicher Filter für überschüssige Nährstoffe.
Achtung: Die Rote Wasserlinse ist als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich vor allem durch die Gefahr, dass eine geschlossene Pflanzendecke von Kindern für eine feste Fläche gehalten werden könnte, was zu Unfällen im Wasser führen kann. Die Pflanze selbst gilt nicht als giftig, sollte jedoch aufgrund möglicher Anreicherungen von Stoffen aus dem Teichwasser nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.01 m
Wähle für die Rote Wasserlinse einen vollsonnigen Platz an der Wasseroberfläche deines Teiches.
Da sie ein Mittelzehrer ist, kommt sie mit normalem, mäßig nährstoffreichem Wasser bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange das Gewässer frostfrei ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Sprossung, wodurch schnell grüne Teppiche entstehen.
Achte darauf, dass die Pflanze nicht die gesamte Oberfläche bedeckt, damit der Gasaustausch für Fische erhalten bleibt.
Überschüssige Pflanzen kannst du im Sommer einfach mit einem Kescher abfischen und auf den Kompost geben.
Die Pflanze bildet im Herbst Turionen (Dauerstadien), die auf den Grund sinken und dort sicher überwintern.
Ein Düngen ist in der Regel nicht erforderlich, da sie vorhandene Nährstoffe effizient aus dem Wasser filtert.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) - sie besiedelt den feuchten Uferrand und ergänzt die Wasserlinse ökologisch durch ihren frühen Wuchs.
Die Rote Wasserlinse (Lemna turionifera) gehört zur Ordnung der Aronstabartigen und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt stehende, sonnige Gewässer und unterscheidet sich von verwandten Arten durch die Bildung von Turionen (winterharte Dauerknospen). Diese linsenförmigen Glieder sind nur wenige Millimeter groß, oft flach und besitzen eine charakteristische rötliche Pigmentierung, die besonders bei starker Sonneneinstrahlung zunimmt. Als Mykorrhiza-Pflanze (Pflanze in Pilzsymbiose) geht sie am Gewässergrund eine enge Verbindung mit Bodenpilzen ein, was ihre Nährstoffaufnahme unterstützt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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