
Leontodon hispidus subsp. danubialis
An den leuchtend gelben Blütenkörben und der bodennahen Blattrosette lässt sich der Donau-Löwenzahn (Leontodon hispidus subsp. danubialis) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Naturgarten, da er als verlässlicher Nektar- und Pollenspender dient. Besonders an mäßig feuchten Standorten fühlt er sich wohl und füllt dort ökologische Nischen aus. Durch seine Ausdauer und Robustheit ist er ein pflegeleichter Gast in deiner Blumenwiese. Die Pflanze trägt dazu bei, die natürliche Vielfalt in deiner Region zu erhalten und zu fördern. Probiere es einfach aus und beobachte, wie er sich in deinem Garten entwickelt.
Goldgelbe Blütenpracht für mäßig feuchte Wiesen: Robust und heimisch.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen stellt dieser Korbblütler eine wichtige Nahrungsquelle für die heimische Fauna dar. Da die Art mäßig feuchte Standorte bevorzugt, sichert sie das Nahrungsangebot in Lebensräumen, die für reine Trockenheitsspezialisten ungeeignet sind. Die weit geöffneten Blütenkörbe bieten einen einfachen Zugang zu Pollen und Nektar. Im Winter fungieren die verblühten Stängel als wichtiger Bestandteil der Gartenstruktur für überwinternde Lebewesen. Da er in vielen Ländern Mitteleuropas heimisch ist, unterstützt er die regionale Biodiversität effektiv. Die Samen werden von der Thermik getragen und besiedeln so neue Flächen im Umfeld.
Die Pflanze wird in Datenbanken als nicht kindersicher geführt. Auch wenn keine direkte Giftwirkung bekannt ist, sollte beim Kontakt mit dem Pflanzensaft Vorsicht gewaltet werden. Eine Verwechslung mit dem Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist möglich. Du erkennst den Donau-Löwenzahn jedoch an seinen behaarten Blütenhüllen und den meist weniger stark geschlitzten Blättern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Standort: Suche einen Platz in voller Sonne aus, damit die Blüten ihre volle Pracht entfalten.
Boden: Die Pflanze bevorzugt 'frische' Erde, was einem mäßig feuchten Boden entspricht.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt er mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten von März bis Mai oder zwischen September und Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Er ist sehr genügsam; ein Rückschnitt nach der Blüte ist möglich, um die Selbstaussaat zu kontrollieren.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die flugfähigen Samen im Spätsommer.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium).
Begründung: Beide Arten teilen ähnliche Ansprüche an Licht und Bodenfeuchte und bilden zusammen eine stabile Pflanzengesellschaft.
Wasserbedarf: Achte darauf, dass der Boden gerade in der Anwachsphase nicht vollständig austrocknet.
Der Donau-Löwenzahn (Leontodon hispidus subsp. danubialis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zur Ordnung der Asternartigen (Asterales). Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet, mit Vorkommen von Deutschland über die Schweiz bis nach Italien. Sein typischer Lebensraum sind frische Wiesen und Flusslandschaften auf normalem Gartenboden. Morphologisch zeichnet er sich durch seine tief gelben Zungenblüten aus, die auf unverzweigten Stängeln stehen. Die Pflanze bildet eine kräftige Pfahlwurzel aus, die ihm hilft, auch in dichten Grasnarben zu bestehen.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © 2021 / Adobe Stock
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