Bild folgtKI-generierte IllustrationLepidodendron aculeatum
Auch bekannt als: Lepidodendron aculeatum
Du erkennst den Schuppenbaum (Lepidodendron aculeatum) an seinen markanten, rautenförmigen Blattnarben, die wie die Schuppen eines Reptils den gesamten Stamm überziehen. Da diese Art seit Jahrmillionen ausgestorben ist, findest du sie heute ausschließlich als Fossil (versteinertes Lebewesen) in Boden- und Gesteinsschichten. Für den Naturgarten ist dieser Fund ein spannendes Zeugnis der Erdgeschichte, das uns lehrt, wie sich die Pflanzenwelt über Äonen (unvorstellbar lange Zeiträume) entwickelt hat. Ein solches Fundstück dient heute vor allem als dekoratives Element und Gesprächsstoff für geschichtsinteressierte Naturfreunde. Wenn du einen solchen Stein in deinem Garten hast, besitzt du ein echtes Stück Urzeit.
Ein 300 Millionen Jahre alter Zeuge der Urzeit für deinen Steingarten.
Nach aktuellen paläontologischen (die Lehre von den Fossilien betreffend) Daten hat der Schuppenbaum keinen direkten Nutzen mehr für heutige Bestäuber. Weder die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) noch heimische Schmetterlingsarten finden an einem Fossil Nahrung. In seiner aktiven Zeit im Karbon war er jedoch eine zentrale Säule des Ökosystems und produzierte gewaltige Mengen an Sporen, die Kleinstlebewesen als Nahrung dienten. Heute ist sein ökologischer Wert indirekt: Die aus diesen Pflanzen entstandenen Kohleschichten sind ein entscheidender Teil des globalen Kohlenstoffkreislaufs der Erdgeschichte.
Der Schuppenbaum (Lepidodendron aculeatum) wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich bei Fossilien durch das hohe Gewicht der Steinplatten sowie die Gefahr durch scharfkantige Gesteinssplitter bei Schieferfunden. Es besteht jedoch keine Vergiftungsgefahr, da das organische Material vollständig mineralisiert (in Stein umgewandelt) ist.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Da es sich um eine ausgestorbene Art handelt, kann der Schuppenbaum nicht mehr lebend gepflanzt, gegossen oder vermehrt werden.
Fundstücke in Form von Fossilien sollten an einem Ort platziert werden, an dem sie vor starkem Frost und Staunässe geschützt sind, um ein Aufplatzen des Gesteins zu verhindern.
Eine Reinigung sollte nur vorsichtig mit einer weichen Bürste und ohne chemische Zusätze erfolgen.
Im Garten macht sich ein solches Fossil besonders gut in einem Steingarten oder als besonderes Objekt in einem Hochbeet.
Da keine Stoffwechselvorgänge mehr stattfinden, ist eine Düngung oder spezielle Bodenbeschaffenheit hinfällig.
Die Vermehrung ist biologisch nicht mehr möglich, da die Pflanze vor rund 300 Millionen Jahren ausstarb.
Kombinationsempfehlung: Platziere das Fossil neben heute lebenden Bärlappgewächsen oder Farnen wie dem Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) – diese teilen zwar nicht den direkten Lebensraum, verdeutlichen aber die evolutionäre Entwicklung vom Karbon bis heute.
Der Schuppenbaum (Lepidodendron aculeatum) ist ein ausgestorbener Vertreter der Bärlapppflanzen (Lycopsida) aus dem Karbon-Zeitalter. In Österreich finden sich seine versteinerten Überreste in kohleführenden Regionen, wo er einst riesige Sumpfwälder bildete. Morphologisch (die äußere Gestalt betreffend) zeichnete sich die Pflanze durch eine beachtliche Höhe und die charakteristische schraubige Anordnung der Blattpolster aus. Taxonomisch wird die Art der Ordnung der Lepidodendrales zugeordnet, die heute keine lebenden baumförmigen Verwandten mehr hat.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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