Bild folgtKI-generierte IllustrationLepthyphantes nodifer Simon, 1884
Der Waldzartweber ist eine nur etwa zwei Millimeter kleine, bräunliche Spinne, die bodennah waagerechte Baldachinnetze (teppichartige Gespinste) webt. In Deinem Garten hält sich dieses Tier bevorzugt in der Krautschicht oder direkt im Falllaub auf. Seine Jagdstrategie besteht darin, unter dem Netz auf Beute zu warten, die auf das Gespinst fällt und sich verheddert. Er erbeutet vor allem kleinste Insekten und Springschwänze, was ihn zu einem nützlichen Regulator im Bodenökosystem macht. Da er kühle Temperaturen gut verträgt, kannst Du ihn oft schon im Februar bei der Jagd beobachten. Du unterstützt diesen Nützling am besten, indem Du herbstliches Laub und Pflanzenreste in den Beeten belassest. Diese Strukturen dienen ihm als wichtiges Fundament für den Netzbau und bieten Schutz vor Frost. Ein steriler Garten ohne Bodenbedeckung nimmt ihm hingegen den Lebensraum. Wenn Du beim Gärtnern auf die feinen Gespinste stößt, solltest Du diese einfach unberührt lassen. So förderst Du die biologische Vielfalt auf Deinem Grundstück auf ganz natürliche Weise.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos, da ihre Kieferklauen viel zu klein sind, um die menschliche Haut zu durchdringen. Aufgrund ihrer scheuen Lebensweise im Verborgenen kommt es ohnehin kaum zu direkten Begegnungen mit Gartenbesitzern.
Der Waldzartweber (Lepthyphantes nodifer) gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und wird innerhalb dieser der Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) zugeordnet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit einer Körperlänge von lediglich zwei bis drei Millimetern ist er ein kleiner Vertreter seiner Gattung. Er besiedelt vorrangig die Streuschicht (die oberste, aus abgefallenem Laub bestehende Bodenschicht) und bodennahe Vegetation.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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