Bild folgtKI-generierte IllustrationLepturobosca virens
Auch bekannt als: Grüner Schmalbock
Typisch für den Dichtbehaarten Halsbock (Lepturobosca virens) ist seine auffällige, dichte Behaarung, die den gesamten Körper in ein mattes Gelbgrün hüllt. Du erkennst den 14 bis 22 Millimeter großen Käfer meist im Hochsommer, wenn er auf den weißen Blüten heimischer Doldenblütler (Pflanzen mit schirmartigen Blütenständen) sitzt. In deinem Garten tritt er meist nur als Gast auf, wenn in der Nähe alte Nadelbäume oder Totholzhaufen vorhanden sind. Eine einzige Generation benötigt für ihre Entwicklung zwei bis drei Jahre, wobei die Larve ausschließlich im Holz lebt. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in die Risse von morschem Nadelholz, etwa von der Fichte (Picea abies). Die Larve ernährt sich von diesem Totholz (abgestorbenes Holzgewebe) und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Nährstoffkreislauf. Im Frühling sind die Käfer noch nicht aktiv, erst ab Juni suchen sie Nektarquellen wie den Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium). Den Winter verbringt das Tier als Larve tief im Inneren eines Baumstammes, geschützt vor strengem Frost durch die isolierende Wirkung des Holzes. Im Februar befindet sich die Larve noch in der Kältestarre (Zustand herabgesetzter Stoffwechselaktivität). Du kannst diesen nützlichen Zersetzer fördern, indem du abgestorbene Baumstümpfe oder dickere Äste von Nadelbäumen in einer ruhigen Gartenecke liegen lässt. Ein solcher Käfer im Garten ist ein Kompliment an deine ökologische Gartenführung.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Der Käfer besitzt keinen Stachel und beißt nicht, da er sich als erwachsenes Tier primär von Pollen und Nektar ernährt. Aufgrund seiner Abhängigkeit von Altholzbeständen gilt er als wertvoller Zeiger für ökologische Vielfalt.
Der Dichtbehaarte Halsbock (Lepturobosca virens) wird taxonomisch (nach wissenschaftlicher Einteilung) in die Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) und die Ordnung der Käfer (Coleoptera) eingeordnet. Er ist in den Gebirgslagen und kühleren Regionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wo er montane (gebirgsgebundene) Nadelwälder bewohnt. Charakteristisch ist die namensgebende dichte, gelbgrüne Behaarung auf schwarzem Grund, die ihn von anderen Bockkäferarten unterscheidet. Mit einer Größe von bis zu 22 Millimetern ist er ein stattlicher Vertreter seiner Zunft, der vor allem durch seine Vorliebe für Totholz ökologisch wertvoll ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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