Bild folgtKI-generierte IllustrationLeucojum aestivum subsp. aestivum
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Schon von weitem faellt die Sommer-Knotenblume durch ihre grazilen, weissen Glockenblüten auf, deren sechs Blütenblätter an den Spitzen jeweils einen charakteristischen grünen Fleck tragen. Im Gegensatz zum bekannteren Märzenbecher trägt sie meist drei bis sieben Blüten an einem Stiel. Im Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie als gefährdete Art die ökologische Vielfalt bereichert. Von ihrem Nektarangebot profitieren im späten Frühjahr vor allem die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Honigbiene (Apis mellifera). Wenn du feuchte Gartenstellen hast, kannst du mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten.
Gefährdete Schönheit: Die Glockenblume für feuchte Gartenplätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Sommer-Knotenblume eine wichtige Nahrungsquelle für die Honigbiene (Apis mellifera) und die Baumhummel (Bombus humnorum). Da sie erst im Mai und Juni blüht, schließt sie die Lücke zwischen den frühen Frühjahrsblühern und der Hochsommerflora. Durch ihren Status als in Deutschland gefährdete Art (Rote Liste 3) ist jede Ansiedlung im Garten ein Gewinn für die regionale Biodiversität. Da sie ein Neophyt (nach dem Jahr 1492 eingewanderte Pflanze) ist, der sich fest etabliert hat, bereichert sie unsere heimische Insektenwelt ohne andere Arten zu verdrängen.
Die Sommer-Knotenblume ist in allen Pflanzenteilen giftig und wird daher als nicht kindersicher eingestuft. Sie kann bei Hautkontakt Reizungen auslösen, weshalb das Tragen von Handschuhen bei der Gartenarbeit ratsam ist. Eine Verwechslung ist mit dem Frühlings-Knotenblümchen (Leucojum vernum) möglich, das jedoch deutlich früher blüht und meist nur eine Einzelblüte pro Stiel ausbildet.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.48 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, der den natürlichen Lebensraum am Waldrand simuliert.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt einen fetten, dauerhaft feuchten Boden.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Achte darauf, dass der Boden auch im Sommer nie ganz austrocknet. Eine Kompostgabe im Frühjahr deckt den hohen Nährstoffbedarf.
Laub: Schneide die Blätter erst ab, wenn sie komplett vergilbt sind, damit die Zwiebel die Nährstoffe für das nächste Jahr speichern kann.
Vermehrung: An zusagenden Stellen vermehrt sie sich langsam über Nebenzwiebeln und bildet mit der Zeit dichte Horste (büschelartige Wuchsform).
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris). Beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend im Blühverlauf.
Die Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum subsp. aestivum) gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und zur Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). In Deutschland wird sie auf der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) geführt und besiedelt natürlicherweise feuchte Auwälder und Sumpfwiesen. Typisch sind die schmalen, riemenförmigen Blätter und der hohle, zweikantige Blütenstängel. Sie lebt in Symbiose mit Bodenpilzen, der sogenannten Arbuskulären Mykorrhiza (AM), die den Nährstoffaustausch zwischen Pilz und Wurzel fördert.
3 Videos zu Sommer-Knotenblume



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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