Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria supina
Auch bekannt als: Niederliegendes Leinkraut
An ihren liegenden Trieben und den hellgelben Rachenblüten (Blüten mit geschlossener Schlundöffnung) mit dem kräftig orangefarbenen Fleck lässt sich das Niedrige Leinkraut (Linaria supina) sofort erkennen. Diese kleine Pflanze ist eine Spezialistin für sonnige, karge Plätze in deinem Garten, an denen andere Gewächse längst aufgeben. Sie bringt Farbe in Pflasterfugen oder auf Mauerkronen und ist besonders pflegeleicht, da sie kaum zusätzliches Wasser benötigt. Wenn du einen Steingarten oder Schotterflächen hast, machst du mit dieser Art alles richtig.
Robuster Überlebenskünstler mit leuchtenden Blüten für sonnige Steingärten.
Das Niedrige Leinkraut ist eine Bereicherung für xerotherme (trockene und warme) Standorte in deinem Garten. Da die Art in Österreich heimisch ist, unterstützt sie die regionale Artenvielfalt an kargen Plätzen wie Schotterbeeten oder Mauerritzen. Die Blüten sind so gebaut, dass vor allem kräftige Insekten den Verschlussmechanismus öffnen können, um an den Nektar zu gelangen. Durch ihre Vorliebe für extreme Lagen bietet sie dort Struktur und Lebensraum, wo nur wenige andere heimische Pflanzen überleben können. So wertest du ökologisch schwierige Stellen im Garten sinnvoll auf.
Bitte beachte, dass das Niedrige Leinkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du sie daher an Stellen pflanzen, die nicht direkt zum Spielen genutzt werden, wie zum Beispiel in Mauerspalten oder höhere Steingartenbereiche.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Wähle für das Niedrige Leinkraut einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte sehr durchlässig und eher nährstoffarm sein; herkömmliche Erde kannst du mit Sand oder feinem Kies abmagern (Nährstoffgehalt senken).
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) muss unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln sonst faulen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
In der Anwachsphase solltest du regelmäßig gießen, danach ist die Pflanze äußerst trockenheitsresistent.
Dünger ist nicht notwendig, da die Art an karge Verhältnisse angepasst ist.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine zweite Blühphase im Spätsommer anregen.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über Selbstaussaat an geeigneten Stellen.
Gute Partnerin: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide besiedeln ähnliche trockene Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Niedrige Leinkraut (Linaria supina) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). In unserer Region ist die Art in Österreich heimisch, wo sie vor allem trockene, oft steinige Lebensräume besiedelt. Charakteristisch ist der niederliegende bis aufsteigende Wuchs, wobei die Pflanze oft lockere Matten bildet. Die schmalen, bläulich-grünen Blätter sind ein typisches Merkmal zur Anpassung an sonnige und heiße Standorte.
1 Video zu Niederliegendes Leinkraut

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →