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Linnaea borealis subsp. borealis
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Auch bekannt als: Linnaea borealis subsp. borealis
Wer das Moosglöckchen (Linnaea borealis) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die zarten, paarweise hängenden Glockenblüten in blassem Rosa und der kriechende, moosartige Wuchs sind einzigartig. Als Bewohnerin kühler Nadelwälder ist sie bei uns extrem selten geworden und steht auf der Roten Liste in der Kategorie 1, was bedeutet, dass sie vom Aussterben bedroht ist. Durch ihre Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) ist sie ein wertvoller Gradmesser für ein intaktes Bodenökosystem. In deinem Garten kannst du dazu beitragen, dieser botanischen Kostbarkeit einen Rückzugsort zu bieten. Hol dir ein Stück unberührte Natur in den Schattenbereich.
Botanische Kostbarkeit: Schütze eine der seltensten Waldpflanzen unserer Heimat.
Als Art der Roten Liste 1 ist das Moosglöckchen in Deutschland vom Aussterben bedroht, was jeden Gartenbestand ökologisch bedeutsam macht. Die Pflanze lebt in einer engen Arbuskulären Mykorrhiza (Zusammenleben von Pilzen und Wurzeln), die den Nährstoffkreislauf im Boden fördert. Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Raupen in den Datenbanken vorliegen, liegt ihr Hauptwert im Schutz einer hochspezialisierten Waldpflanze. Ihre immergrünen Blattteppiche bieten ganzjährigen Bodenbedeckungsschutz und Lebensraum für Kleinstlebewesen der Streuschicht. Mit der Kultur dieser Seltenheit bewahrst du ein Stück regionales Naturerbe vor dem Verschwinden.
Das Moosglöckchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht zwar keine direkte Verwechslungsgefahr mit bekannten giftigen Wildpflanzen, dennoch sollte darauf geachtet werden, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Ein Standort abseits von Spielflächen im hinteren Gartenbereich ist ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0,177 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Da das Moosglöckchen auf der Roten Liste 1 geführt wird, ist seine Ansiedlung im Garten ein echter Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Das Moosglöckchen (Linnaea borealis) gehört zur Familie der Moosglöckchengewächse (Linnaeaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art unserer Region. Es wächst als immergrüner, kriechender Zwergstrauch, dessen verholzende Triebe dichte Teppiche auf dem Waldboden bilden können. Typisch sind die gabeligen Blütenstiele, an denen genau zwei duftende Glockenblüten hängen. Man findet es natürlicherweise in moosreichen, sauren Nadelwäldern der Alpen oder der norddeutschen Tiefebene, wo es kühle und luftfeuchte Bedingungen genießt.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.