Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum austriacum subsp. austriacum
Auch bekannt als: Linum austriacum subsp. austriacum
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Wer den Österreichischen Lein einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine leuchtend himmelblauen Schalenblüten sitzen an grazilen, fast drahtigen Stängeln, die sich sanft im Wind wiegen. Diese Staude ist ein echter Gewinn für trockene Gartenbereiche und fördert gezielt die Artenvielfalt auf kargen Böden. Besonders die Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum) profitiert von dem Nektarangebot dieser feingliedrigen Pflanze. Wenn du einen vollsonnigen Platz mit durchlässiger Erde hast, ist dieser Lein genau die richtige Wahl für dich. Er zeigt eindrucksvoll, dass ökologisch wertvolle Pflanzen auch im Beet eine ästhetische Höchstleistung erbringen können.
Himmelblaues Wunder auf 0.31 m: Die Sommertankstelle für die Feldweg-Schmalbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Österreichische Lein eine wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Wildbienen. Vor allem die Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum) wird regelmäßig an den blauen Blüten beobachtet. Da die Blütezeit von Mai bis September reicht, schließt die Pflanze eine wichtige Versorgungslücke im Hochsommer. Die leichten Samen mit einem Gewicht von etwa 1,3 mg dienen zudem als Nahrung für verschiedene Kleintiere. Im Boden geht der Lein eine AM-Mykorrhiza ein, also eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen, welche die Nährstoffaufnahme auf mageren Standorten optimiert und die Bodenstruktur stabilisiert.
Bitte beachte, dass der Österreichische Lein als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du daher wachsam sein und den direkten Kontakt oder Verzehr vermeiden. Im Zweifelsfall oder bei Notfällen ist der Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240 rund um die Uhr erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.308 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftig blüht.
Boden: Der Untergrund sollte mager und nährstoffarm sein (Nährstoffwert 2); eine Bodenverbesserung durch Kompost ist hier kontraproduktiv.
Kalkgehalt: Achte auf einen basischen, kalkhaltigen Boden (Reaktionswert 8).
Feuchtigkeit: Halte den Bereich trocken (Feuchtewert 3); der Lein verträgt keine Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Staude idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Wuchshöhe: Plane fest mit einer Endhöhe von 0.31 m.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich durch ihre leichten Samen (Diasporen) selbst aus, die oft durch den Wind verbreitet werden.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte im September fördert die Vitalität.
Pflanzpartner: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen trockenen Magerstandorte bevorzugt.
Der Österreichische Lein (Linum austriacum subsp. austriacum) gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo er auf kalkhaltigen Böden gedeiht. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.31 m und bildet keine verholzenden Teile aus. Ein auffälliges Merkmal sind seine schmalen, breitblättrigen Blätter, die wechselständig am Stängel angeordnet sind und eine geringe Blattfläche von nur 29,0 mm² aufweisen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →