Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum corymbulosum
Auch bekannt als: Linum corymbulosum
An seinen zierlichen, gelben Blüten und den fadenförmigen Stängeln lässt sich der Hügel-Lein (Linum corymbulosum) sofort erkennen. Da er bevorzugt offene Stellen in sonnigen Beeten besiedelt, hilft er dabei, die Artenvielfalt auf kargen Böden zu erhöhen. In der freien Natur ist dieser Spezialist selten geworden, weshalb du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz leistest. Schau doch mal, ob du ein trockenes Plätzchen für dieses gelbe Juwel findest.
Zierliches Goldstück für trockene Garteninseln in Österreich.
Auch wenn für diese spezifische Art derzeit keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, besetzt sie eine wichtige ökologische Nische in Trockenbiotopen. Als heimische Art in Österreich stellt sie eine Ressource für die Insektenwelt dar, die an Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) angepasst ist. Die kleinen Kapselfrüchte bilden nach der Blüte Samen aus, die über den Winter als potentielle Nahrungsquelle für kleine Vögel oder Ameisen dienen können. Durch die Förderung solcher seltener Spezialisten stärkst du das ökologische Netzwerk deines Gartens. Besonders in Schottergärten oder auf Trockenmauern bietet der Hügel-Lein Struktur, wo andere Pflanzen kaum überleben.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Leingewächse enthält sie cyanogene Glykoside (Stoffe, die Blausäure freisetzen können), was bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen kann. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du sie daher eher in unzugänglichen Gartenbereichen oder Steingärten platzieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Suche einen vollsonnigen Standort aus, da die Pflanze viel Licht für die Blütenbildung benötigt.
Der Boden sollte sehr gut durchlässig und eher nährstoffarm sein; normale Gartenerde kannst du mit Sand abmagern.
Die Pflanzzeit oder Aussaat liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Gießen ist nur in der ersten Keimphase bei extremer Trockenheit nötig, danach kommt die Art bestens mit Hitze zurecht.
Da es eine einjährige Pflanze ist, solltest du die verblühten Stängel bis zum Herbst stehen lassen.
So können die Samen ausreifen und sich für das nächste Jahr von selbst im Beet aussäen.
Auf Dünger solltest du komplett verzichten, um den natürlichen, zierlichen Wuchs nicht zu gefährden.
Staunässe im Winter schadet den im Boden ruhenden Samen; achte auf einen guten Wasserabzug.
Gute Partnerin: Das Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea) – beide teilen die Vorliebe für heiße Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Hügel-Lein ist ein Vertreter der Leingewächse (Linaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In Mitteleuropa ist er primär in Österreich verbreitet, wo er als typische Art der Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) gilt. Die einjährige Pflanze zeichnet sich durch schmale, wechselständige Blätter und einen aufrechten, oft gabelig verzweigten Wuchs aus. Morphologisch auffällig ist die geringe Größe im Vergleich zum bekannten Blauen Lein, was ihn perfekt an windgeschützte, heiße Standorte anpasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →