Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum grandiflorum
Auch bekannt als: Pracht-Lein, Roter Lein, Prachtlein
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Kaum zu übersehen: Der Rote Lein (Linum grandiflorum) besticht durch seine intensiv leuchtenden, fünfzähligen Schalenblüten in sattem Karminrot und seinen krautigen, nicht verholzten Wuchs. Diese Art ist ein wertvoller Bestandteil für den Naturgarten, da sie als unermüdlicher Dauerblüher von Mai bis November Farbe zeigt. Durch die außergewöhnlich lange Blühphase bietet er in Monaten Nahrung, in denen viele gebietsfremd Wildpflanzen bereits verblüht sind. Als Gärtner machst du hier alles richtig, wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die bis zum ersten Frost optische Akzente setzt. Mit seinen leichten Samen sorgt er zudem ganz unkompliziert für seine eigene Zukunft im Beet.
Karminrote Blütenpracht: Dein robuster Dauerblüher von Mai bis November.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet der Rote Lein eine außergewöhnlich ausdauernde Blütezeit, die sich von Mai bis tief in den November (Monat 5 bis 11) erstreckt. Dies macht ihn zu einer wichtigen Ressource im Spätsommer und Herbst, wenn das Blütenangebot in der Landschaft oft stark abnimmt. Mit einem geringen Diasporengewicht (Samengewicht) von etwa 3,28 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung, was zur Vernetzung von Lebensräumen beitragen kann. Da er nicht verholzt, hinterlässt er im Winter feine Strukturen, die von Kleinstlebewesen genutzt werden können. Konkrete Daten zu spezifischen Bestäuberarten liegen derzeit nicht vor, doch seine lange Präsenz unterstützt die allgemeine Insektenvielfalt im Siedlungsraum.
Der Rote Lein wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verschlucken. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Nov
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pollen
1.1747 mg/Blüte
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, damit sich die Blüten zahlreich öffnen.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein; Staunässe verträgt die Pflanze nicht.
Pflanzzeit Frühling: Säe die Samen zwischen April und Mai direkt an Ort und Stelle aus.
Pflanzzeit Herbst: Auch eine Aussaat im September oder Oktober ist möglich, damit die Pflanzen im Folgejahr früh starten.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 cm ein, damit sich die einzelnen Triebe gut entwickeln können.
Da der Rote Lein einjährig ist, solltest du verblühte Kapseln stehen lassen, um die Selbstaussaat zu fördern.
Die leichten Samen (Diasporen) werden durch den Wind im Garten verteilt und siedeln sich gern in Lücken an.
Gute Partnerin: Berg-Aster (Aster amellus) — sie ist heimisch, liebt ebenfalls sonnige, trockene Standorte und ergänzt die späte Blütezeit ökologisch wertvoll.
Der Rote Lein (Linum grandiflorum) gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen. Er wächst als nicht verholzende, krautige Pflanze und zeichnet sich durch seine breitblättrige Belaubung aus. In der Gartenkultur wird er vor allem wegen seiner langen Blühphase geschätzt, die von Mai (Monat 5) bis November (Monat 11) reicht. Eine morphologische Besonderheit sind die leichten Samen, auch Diasporen (Ausbreitungseinheiten) genannt, die ein Gewicht von nur etwa 3,28 mg aufweisen. Dies ermöglicht der Pflanze eine effektive Fernausbreitung durch den Wind.
3 Videos zu Roter Lein
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →