Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum grandiflorum
Auch bekannt als: Pracht-Lein, Roter Lein, Prachtlein
Mit seinen leuchtend roten, seidig glänzenden Blüten fällt der Pracht-Lein (Linum grandiflorum) sofort auf. Die Pflanze ist einjährig (lebt nur einen Sommer), sorgt aber durch Selbstaussaat (Vermehrung durch herabfallende Samen) oft selbst für ihr Wiedererscheinen im nächsten Jahr. Für dich als Gärtner ist er besonders wertvoll, weil er auch auf kargen Böden eine enorme Leuchtkraft entwickelt. Du kannst mit ihm ganz einfach Farbtupfer setzen, die sich harmonisch in eine ökologische Gestaltung einfügen. Hol dir diesen robusten Blüher in dein Beet und unterstütze so die Vielfalt direkt vor deiner Haustür.
Leuchtend roter Öko-Star: Heimische Schönheit für trockene Sonnenplätze.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Pracht-Lein eine wertvolle Komponente für die Biodiversität, da er als heimische Art perfekt an die hiesige Tierwelt angepasst ist. Die offenen Schalenblüten bieten verschiedenen Insektengruppen leichten Zugang zu Nektar und Pollen. Da konkrete Beziehungsdaten zu spezialisierten Arten in der Datenbank noch fehlen, lässt sich allgemein festhalten, dass er vor allem Generalisten unter den Wildbienen und Schwebfliegen anspricht. Die Samenstände, die nach der Blüte reifen, dienen in den Wintermonaten als natürliche Futterquelle für Vögel. Wenn du die trockenen Stängel über den Winter stehen lässt, bietest du zudem nützlichen Kleintieren einen geschützten Rückzugsort.
Der Pracht-Lein (Linum grandiflorum) wird als nicht kindersicher eingestuft, da vor allem die Samen Inhaltsstoffe enthalten können, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen. Achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verschlucken. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen roten Blütenfarbe im Gartenalltag kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Nov
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle einen vollsonnigen Standort, da der Pracht-Lein eine Lichtpflanze ist (Ellenberg Lichtzahl 8).
Der Boden sollte eher trocken sein, da er mit wenig Wasser gut zurechtkommt (Ellenberg Feuchtezahl 3).
Achte auf eine gute Durchlässigkeit, um Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) zu vermeiden.
Die beste Zeit für die Aussaat ist von März bis Mai direkt ins Freiland.
Da es sich um einen Lichtkeimer handelt, solltest du die Samen nur leicht andrücken und nicht tief vergraben.
Halte die Erde bis zur Keimung gleichmäßig feucht, danach ist die Pflanze sehr genügsam.
Eine Düngung ist meist nicht erforderlich, da er magere Böden bevorzugt.
Wenn du die verblühten Kapseln im Spätsommer stehen lässt, versamt sich die Pflanze von selbst.
Du kannst ihn gut mit der Wegwarte (Cichorium intybus) kombinieren.
Diese Partnerschaft ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Sonne und trockene Bodenverhältnisse stellen.
Der Pracht-Lein (Linum grandiflorum) gehört zur Familie der Leinengewächse (Linaceae) und zur Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In unserer Region ist er als heimische Art in Österreich bekannt, wo er bevorzugt an warmen, offenen Standorten wächst. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 Zentimetern und zeichnet sich durch schmale, lanzettliche Blätter aus. Die fünfzähligen Blüten sind meist intensiv rot gefärbt und weisen oft eine dunkle Mitte auf, was sie für das menschliche Auge und Bestäuber gleichermaßen attraktiv macht.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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