Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum leonii
Unverwechselbar ist der Lothringer Lein durch seine zarten, himmelblauen Blüten, die an aufrechten, filigranen Stängeln über den schmalen Blättern thronen. Da er auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) eingestuft ist, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz direkt in deinem Garten. Diese seltene Schönheit bevorzugt karge Plätze, an denen viele andere Gewächse aufgrund von Nährstoffmangel aufgeben würden. In deinem grünen Reich hilft er dabei, die Vielfalt heimischer Wildpflanzen zu bewahren, die in der freien Landschaft immer seltener werden. Schau doch mal genau hin, wie die Blüten im Wind tanzen – das bringt eine wunderbare Leichtigkeit in deine Beete. Du machst hier alles richtig, wenn du ihm einen Platz zum Strahlen gibst.
Himmelblaue Seltenheit: Hol dir den gefährdeten Lothringer Lein in deinen Garten.
Obwohl in den aktuellen Daten keine spezifischen Bestäuberbeziehungen gelistet sind, ist der Lothringer Lein ein hochspezialisierter Bewohner von Magerstandorten. Als Art der Roten Liste 3 (gefährdet) ist sein Vorkommen im Garten ein wichtiger Baustein für den regionalen Biotopverbund. Er bietet Insekten, die an Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) angepasst sind, einen wertvollen Lebensraum. Die Samenstände können nach der Reife als Nahrung für Vögel dienen, sofern sie über den Winter stehen gelassen werden. Durch seine Standorttreue stabilisiert er ökologische Nischen auf schwierigen Böden. Er fördert somit die funktionale Diversität, indem er Räume besiedelt, die für die meisten anderen Pflanzen unbewohnbar sind.
Der Lothringer Lein wird in der Datenbank als nicht kindersicher geführt. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, da Lein-Arten oft Stoffe enthalten, die Unverträglichkeiten auslösen können. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen blauen Blütenform und des feinen Wuchses kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Wähle für den Lothringer Lein einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden muss zwingend trocken sein, da die Pflanze keine Staunässe verträgt.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit sehr geringem Nährstoffbedarf) benötigt er einen mageren, nährstoffarmen Untergrund.
Sollte dein Gartenboden zu fett oder lehmig sein, mische reichlich Sand oder feinen Kies unter.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung offen und frostfrei ist.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich und würde der Pflanze eher schaden.
Vermehrst du ihn über Samen, säe diese am besten im Spätsommer direkt an Ort und Stelle aus.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für trockene Kalkböden und bilden eine ökologisch wertvolle Gemeinschaft.
Diese Kombination funktioniert hervorragend, da beide Arten ähnliche Standortansprüche an Licht und Bodenfeuchte stellen.
Der Lothringer Lein (Linum leonii) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Leingewächse (Linaceae). Er gilt in unserer Region als indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor dem Jahr 1492 eingeführt wurde). Sein typischer Lebensraum sind kalkreiche Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Hänge. Morphologisch zeichnet er sich durch seine schmalen, wechselständigen Blätter und die fünfzähligen blauen Blüten aus, die eine lockere Rispe bilden. Aufgrund schwindender Lebensräume wird er bundesweit als gefährdet eingestuft.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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