Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum perenne
Auch bekannt als: Stauden-Lein, Ausdauernder Lein
Artengruppe
An seinen tellerförmigen, himmelblauen Blüten, die an sehr feinen, fast drahtigen Stielen sitzen, lässt sich der Ausdauernde Lein (Linum perenne) sofort erkennen. Er ist eine ideale Wahl für deinen Garten, wenn du sonnige und karge Ecken ökologisch aufwerten möchtest. Da die Art in der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft ist, leistest du mit seiner Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Er besiedelt bevorzugt Standorte, die für viele andere Pflanzen zu trocken sind. Mit seiner filigranen Gestalt bringt er eine natürliche Leichtigkeit in deine Beete. Du wirst staunen, wie dieses zarte Gewächs selbst heißeste Sommertage ohne zusätzliches Gießen übersteht.
Himmelblaues Juwel für Trockenkünstler: Schütze eine gefährdete Rarität.
Der ökologische Wert des Ausdauernden Leins ergibt sich vor allem aus seiner Seltenheit, da er nach aktuellen Daten in der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) geführt wird. In trockenen Lebensräumen wie Magerwiesen ist er ein fester Bestandteil der Artenvielfalt. Seine Blütezeit im Juni stellt ein wichtiges Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten in der frühen Sommerphase dar. Da er auf nährstoffarmen Böden gedeiht, fördert er eine spezialisierte Flora und Fauna, die in überdüngten Landschaften keinen Platz mehr findet. Die Samenreife bietet zudem ein potenzielles Futterangebot für Vögel, die in der kargen Landschaft nach Nahrung suchen.
Bitte beachte, dass der Ausdauernde Lein als nicht kindersicher eingestuft wird, da er in seinen Pflanzenteilen Stoffe enthält, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können. Er ist für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren daher nur bedingt geeignet. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen blauen Blütenform jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für den Lein den sonnigsten Platz in deinem Garten aus, da er volle Lichtexposition benötigt.
Der Boden muss mager sein, was ihn zu einem typischen Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) macht.
Achte auf eine sehr gute Durchlässigkeit, da Staunässe (stehendes Wasser) die Wurzeln faulen lässt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Da der Lein eher kurzlebig ist, solltest du verblühte Stände stehen lassen, damit er sich durch Selbstaussaat erhalten kann.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im Juni kann in manchen Jahren eine schwächere Nachblüte fördern.
Dünger solltest du komplett vermeiden, da die Pflanze sonst ihre Standfestigkeit verliert.
Im Februar ist der richtige Zeitpunkt, um die abgestorbenen Stängel des Vorjahres bodennah abzuschneiden.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für trockene, kalkreiche Standorte und bilden ein harmonisches Bild in Blau und Purpurrosa.
Der Ausdauernde Lein gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In Österreich gilt er als indigen (einheimisch), während er in anderen Teilen Mitteleuropas oft als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) vorkommt. Sein natürlicher Lebensraum sind Trockenrasen und sonnige Böschungen auf kalkhaltigen Böden. Die Pflanze wächst mehrjährig und krautig, wobei sie durch ihre schmalen, wechselständigen Blätter und die fünfzähligen blauen Blüten auffällt, die sich meist nur bei Sonnenschein öffnen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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