Bild folgtKI-generierte IllustrationLiocranum rupicola (Walckenaer, 1830)
Auch bekannt als: Felsenstreuner
Der Bunte Felsenstreuner ist eine dämmerungs- und nachtaktive Spinne, die Du an ihrer hellbraunen bis grauen Grundfärbung und einer markanten, dunklen Zeichnung auf dem Prosoma (Vorderkörper) erkennst. Dieses Tier baut kein typisches Radnetz zum Fang von Beute, sondern streift flink auf der Suche nach Nahrung am Boden oder an Wänden umher. Tagsüber zieht sie sich meist in einen sicher gesponnenen Wohnsack zurück, den sie in Mauerritzen, unter loser Baumrinde oder unter Steinen anlegt. Als Jägerin ernährt sie sich allgemein von kleinen Insekten und anderen wirbellosen Tieren, die sie im Laufschritt überwältigt. In Deinem Garten übernimmt sie eine wertvolle Rolle als natürlicher Gegenspieler von Kleintieren und hält das ökologische Gleichgewicht stabil. Du kannst diesen nützlichen Mitbewohner unterstützen, indem Du Strukturen wie Trockenmauern, Steinhaufen oder Totholz ungestört im Garten belässt. Ein naturnaher Garten mit vielen Versteckmöglichkeiten bietet ihr den idealen Lebensraum. Da sie sehr scheu ist, wirst Du sie meist nur durch Zufall bei nächtlichen Beobachtungen entdecken. Im Februar ist die Spinne oft noch in ihrer Winterruhe, kann aber bei milden Temperaturen bereits in ihren frostsicheren Quartieren aktiv werden. Besondere Maßnahmen sind nicht erforderlich, da sie sich wunderbar an die Gegebenheiten in Deinem Garten anpasst.
Diese Spinne ist für Menschen absolut harmlos und verhält sich gegenüber dem Gärtner äußerst scheu. Es handelt sich um eine heimische Art ohne besonderen gesetzlichen Schutzstatus, die aufgrund ihrer Lebensweise im Verborgenen selten direkt mit uns in Kontakt tritt.
Der Bunte Felsenstreuner (Liocranum rupicola) gehört zur Familie der Feldspinnen (Liocranidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen. Sein Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch gilt. Die Art bevorzugt trocken-warme Standorte und ist häufig als synanthrope (an den menschlichen Siedlungsraum angepasste) Art an Gebäuden zu finden. In der Systematik wird sie als freijagende Spinne geführt, die keine Fangnetze zur Jagd einsetzt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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