Bild folgtKI-generierte IllustrationLiparus glabrirostris
Auch bekannt als: Großer Trägrüßler
An seinem tiefschwarzen, glänzenden Körper mit den winzigen gelben Haarpunkten lässt sich der Große Pestwurzrüssler (Liparus glabrirostris) sofort erkennen. Er ist mit bis zu 19 Millimetern Länge unser größter heimischer Rüsselkäfer (Familie der Curculionidae). Da seine Entwicklung sehr langsam verläuft, bringt er pro Jahr keine vollständige Generation hervor; der gesamte Zyklus vom Ei zum Käfer dauert meist zwei bis drei Jahre. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt im Frühjahr an den Wurzelhals oder die Blattstiele der Roten Pestwurz (Petasites hybridus) oder der Weißen Pestwurz (Petasites albus). Dort fressen sich die Larven in das Gewebe und entwickeln sich im Inneren der Pflanze. Im Sommer kannst du die ausgewachsenen Käfer oft auf den riesigen Blättern ihrer Wirtspflanzen beim Reifungsfraß (Fressen zur Erlangung der Fortpflanzungsfähigkeit) beobachten. Im Herbst suchen die Tiere geschützte Plätze in der Bodenstreu auf. Sie überwintern dort in einer Kältestarre (Zustand reduzierter Lebensfunktionen bei niedrigen Temperaturen) im feuchten Erdreich oder unter Moos. Wenn du diesen imposanten Käfer fördern möchtest, solltest du in feuchten Gartenecken oder an Bachläufen die Pestwurz einfach stehen lassen. Er ist ein spezialisierter Bewohner ursprünglicher Landschaften und zeigt dir, dass dein Garten eine hohe ökologische Qualität besitzt.
Völlig harmlos und ein faszinierender Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da er keine Nutzpflanzen schädigt, besteht kein Grund zur Sorge oder Bekämpfung. Als größter heimischer Rüsselkäfer ist er ein wertvoller Bestandteil der lokalen Biodiversität (Vielfalt der Lebensformen).
Der Große Pestwurzrüssler (Liparus glabrirostris) gehört zur Ordnung der Käfer und zur Familie der Rüsselkäfer. Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet, kommt aber vor allem in Gebirgslagen und an kühlen, feuchten Standorten wie Bachufern vor. Mit einer Größe von 14 bis 19 Millimetern und der schwarzen Färbung mit gelben Schuppenflecken ist er unverwechselbar. Er lebt oligophag (auf wenige Pflanzenarten spezialisiert) an Pestwurz-Arten. Seine langsame Entwicklung macht ihn empfindlich gegenüber Störungen seines Lebensraums.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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