Bild folgtKI-generierte IllustrationLogfia minima
Auch bekannt als: Logfia minima
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Zwerg-Filzkraut (Logfia minima) durch seinen silbrig-grauen Filzüberzug und die winzigen Blütenköpfchen, die fast versteckt in den Blattachseln sitzen. Diese zierliche Pflanze ist eine Überlebenskünstlerin für karge Plätze und steht in Deutschland bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Im Garten fördert sie seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der von den warmen Standorten profitiert. Da sie so klein ist, übersieht man sie leicht, doch ökologisch ist sie ein echter Gewinn für deinen Naturgarten. Wenn du trockene, sandige Ecken hast, solltest du dieser Rarität unbedingt ein Plätzchen geben.
Ein silberner Schatz für Sandböden: Schütze seltene Scheckenfalter.
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Das Zwerg-Filzkraut ist eine wertvolle Ressource für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) direkt von dieser Art. Auch seltener vorkommende Falter wie der Ostscher Scheckenfalter (Melitaea ornata) oder der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen die Bestände. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, in extrem nährstoffarmen Böden zu überleben. Die reifen Samen bieten zudem im Winter eine kleine, aber wichtige Nahrungsgrundlage für die heimische Vogelwelt.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze selbst ist ungiftig, wird jedoch aufgrund ihrer Zierlichkeit und Trittempfindlichkeit als nicht kindersicher eingestuft. Sie sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen Kinder intensiv spielen oder toben.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Nov
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Wähle für das Zwerg-Filzkraut den sonnigsten und trockensten Platz in deinem Garten.
Ideal ist ein Boden, der sandig, nährstoffarm und eher kalkarm, also leicht sauer ist.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze nur 5 bis 15 Zentimeter hoch wird, braucht sie einen Standort ohne konkurrenzstarke Nachbarn.
Gießen ist nur in der Anwachsphase nötig, danach verträgt sie extreme Trockenheit problemlos.
Die Art ist einjährig, daher ist es wichtig, die Samenstände im Herbst stehen zu lassen.
Offene Bodenstellen zwischen den Pflanzen sind notwendig, damit die Samen im nächsten Jahr keimen können.
Dünger sollte strikt vermieden werden, da die Pflanze sonst von Gräsern überwuchert wird.
Eine ideale Partnerin ist die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme Sandböden und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Das Zwerg-Filzkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt vorrangig Sandmagerrasen (nährstoffarme, sandige Wiesen) oder lückige Pionierstandorte (frisch entstandene, unbewachsene Flächen). Morphologisch fällt die Pflanze durch ihre gabelige Verzweigung und die dichte Behaarung auf, die als Verdunstungsschutz dient. Da die Bestände stark zurückgegangen sind, wird die Art national mit dem Gefährdungsstatus 3 geführt.
1 Video zu Zwerg-Filzkraut

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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