Bild folgtKI-generierte IllustrationLonicera japonica
Auch bekannt als: Japanisches Geißblatt
Auffällig sind beim Japanischen Geißblatt (Lonicera japonica) die paarweise wachsenden, röhrenförmigen Blüten, die ihren intensiven Duft besonders abends verbreiten. Sie bietet dichten Sichtschutz und Rückzugsräume in Ebenen, die für viele andere Pflanzen unzugänglich sind. Da keine spezifischen Beziehungsdaten vorliegen, liegt ihr Hauptwert in der strukturellen Bereicherung und der Schaffung von Nistgelegenheiten. Wenn du eine robuste Begrünung für Zäune suchst, ist sie die richtige Wahl für dich. Du förderst damit aktiv die natürliche Schichtung deines Gartens.
Duftendes Kletterwunder: Japanisches Geißblatt für vertikale Vielfalt.
Durch ihren dichten, lianenartigen Wuchs schafft Lonicera japonica wertvolle Dickichte, die als geschützte Rückzugsorte für die heimische Fauna dienen. Die Blütenstruktur ist mit ihren langen Röhren morphologisch auf Bestäuber mit langen Mundwerkzeugen spezialisiert, die den Duft auch über größere Distanzen wahrnehmen. Da die Art in Österreich heimisch ist, stellt sie einen integralen Bestandteil der regionalen Gehölzgesellschaften dar. Im Herbst tragen die Früchte zur Vielfalt des Nahrungsangebots im Garten bei. Die Pflanze schließt zudem ökologische Nischen an vertikalen Standorten, die für herkömmliche Stauden nicht nutzbar sind. So wird die strukturelle Diversität im Siedlungsraum gezielt gefördert.
Vorsicht ist im Umgang mit dem Japanischen Geißblatt (Lonicera japonica) geboten, da es als nicht kindersicher eingestuft wird. Die schwarz glänzenden Beeren sind giftig und dürfen keinesfalls verzehrt werden. Auch die restlichen Pflanzenteile sind für den Menschen ungenießbar. Achte darauf, die Pflanze so zu platzieren, dass keine Verwechslungsgefahr für Kinder besteht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Das Japanische Geißblatt (Lonicera japonica) gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.
Eine Ellenberg-Lichtzahl von 7 bedeutet, dass die Pflanze viel Licht benötigt, aber die pralle Mittagssonne gemieden werden sollte.
Der Boden sollte frisch sein, was einer Ellenberg-Feuchtezahl von 5 entspricht (mäßig feucht, vergleichbar mit guter Gartenerde).
Achte auf einen nährstoffreichen und humosen (aus zersetztem organischem Material bestehenden) Untergrund.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November.
Pflanze nur, solange der Boden offen und nicht gefroren ist.
Da sie ein Schlinger (Pflanze, die sich mit dem Trieb um eine Stütze windet) ist, benötigt sie eine Kletterhilfe.
Ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert die Verzweigung und die spätere Blütenfülle.
Die Vermehrung gelingt leicht durch Stecklinge (abgeschnittene Triebstücke zur Bewurzelung) im Sommer.
Gute Partnerin: Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) - beide teilen ähnliche Standortansprüche an Waldrändern und ergänzen sich hervorragend zu einem dichten Sichtschutz.
Das Japanische Geißblatt (Lonicera japonica) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) innerhalb der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales). In unserer Region ist die Art laut Datenbasis in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt Waldränder und Gebüsche. Markant ist der lianenartige, rechtswindende Wuchs, mit dem die Pflanze mehrere Meter Höhe erreicht. Die Blätter sind gegenständig (sich am Stängel paarweise gegenüberliegend) angeordnet und bleiben in milden Wintern oft lange grün, was der Pflanze einen wintergrünen Aspekt verleiht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →