Bild folgtKI-generierte IllustrationLonicera japonica
Auch bekannt als: Japanisches Geißblatt
Unverwechselbar ist das Japanische Geißblatt (Lonicera japonica) durch seine paarweise angeordneten, lippenförmigen Blüten, die einen intensiven Duft verströmen. Als verholzende Kletterpflanze bietet sie Struktur im Garten, wobei sie mit einer Wuchshöhe von 0.3 m eine sehr kompakte Form beibehält. Für deinen Naturgarten ist sie besonders durch ihre außergewöhnlich lange Blütezeit von Juni bis Oktober wertvoll. In diesen Monaten schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Hast du schon einen passenden Platz für diesen ausdauernden Spätblüher in deinem Garten gefunden?
Ausdauernde Kletterkünstlerin: Duftende Blütenpracht von Juni bis Oktober.
Durch die Blütezeit von Juni bis Oktober stellt das Japanische Geißblatt über fünf Monate hinweg eine verlässliche Nektarquelle dar. Da viele heimische Wildblumen ihre Hauptblüte im Frühsommer haben, ist dieses späte Angebot für die Insektenwelt von Bedeutung. Die Diasporen (Samen) sind mit 2.378 mg sehr leicht, was eine effektive Windausbreitung über weite Distanzen unterstützt. Als verholzende Pflanze bietet sie zudem ganzjährig eine stabile Struktur im Gartenraum. Da in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Beziehungen zu Bestäubern gelistet sind, ist vor allem der Wert der langen Blühphase für die allgemeine Biodiversität hervorzuheben.
Das Japanische Geißblatt ist in allen Teilen, insbesondere in den Beeren und Blättern, giftig. Die enthaltenen Wirkstoffe wie Saponine und das Alkaloid Xylostein können nach einer Einnahme zu Vergiftungserscheinungen führen. Die Pflanze ist daher nicht als kindersicher einzustufen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktieren Sie bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.3 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit Frühjahr: Von März bis Mai, sobald der Boden frostfrei und bearbeitbar ist.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November ist ideal, damit die Wurzeln vor dem Winter Halt finden.
Standort: Plane trotz der geringen Wuchshöhe von 0.3 m eine Rankhilfe ein, da es sich um eine Kletterpflanze handelt.
Boden: Achte auf eine gute Drainage (Wasserabfluss), um Wurzelfäule zu vermeiden.
Pflege: Ein leichter Rückschnitt im Spätherbst fördert einen kompakten Wuchs im nächsten Jahr.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch ihre leichten, windverbreiteten Samen oft selbst für Nachwuchs.
Sicherheit: Aufgrund der Giftigkeit sollte die Pflanze nicht in die Nähe von Kinderspielbereichen gesetzt werden.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) – sie ist eine heimische Kletterpflanze, die ähnliche Standorte an Waldrändern bevorzugt.
Das Japanische Geißblatt gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist eine breitblättrige, verholzende Kletterpflanze. In Mitteleuropa kommt sie gelegentlich verwildert an Waldrändern oder in Hecken vor, wo sie von halbschattigen Bedingungen profitiert. Botanisch interessant ist das geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 2.378 mg, was der Pflanze eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Mit einer Blattfläche von etwa 2020 mm² kann sie Licht in Gebüschstrukturen effizient nutzen, erreicht dabei jedoch lediglich eine geringe Höhe von 0.3 m.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →