Bild folgtKI-generierte IllustrationLycaena dispar
Auch bekannt als: Grosser Feuerfalter, Große Feuerfalter, Großer Feuerfalter
Du erkennst den Großen Feuerfalter (Lycaena dispar) sofort an der intensiv leuchtenden, orange-roten Oberseite der Flügel des Männchens, die im Sonnenlicht fast metallisch glänzt. Mit einer Flügelspannweite von etwa 30 bis 40 Millimetern ist er eine imposante Erscheinung unter den heimischen Bläulingen. Die Art bringt in der Regel zwei Generationen (Abfolgen von Nachkommen) pro Jahr hervor. Das Weibchen legt seine hellen Eier einzeln auf den Blättern von Ampferpflanzen ab. Im Frühling und Frühsommer nutzt der Falter gerne die Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) als Nektarquelle, während er im Spätsommer oft am Blutweiderich (Lythrum salicaria) zu finden ist. Die Raupe ernährt sich streng spezialisiert von den Blättern heimischer Ampferarten wie dem Fluss-Ampfer (Rumex hydrolapathum) oder dem Krausen Ampfer (Rumex crispus). Das Tier überwintert als junge Raupe in der Bodenstreu oder an vertrockneten Pflanzenteilen in einer Kältestarre (einem Zustand verlangsamten Stoffwechsels). Du kannst diesen seltenen Gast fördern, indem du in feuchten Gartenbereichen auf das Mähen verzichtest und heimische Ampferarten konsequent stehen lässt. Schaffe nach Möglichkeit einen kleinen Bereich mit dauerhafter Feuchtigkeit, um seinen natürlichen Lebensraum nachzuahmen.
Der Große Feuerfalter ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie streng geschützt und darf weder gefangen noch in seiner Entwicklung gestört werden. Er ist für den Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gast. Eine Verwechslung ist mit dem kleineren Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) möglich, der jedoch nicht so intensiv glänzt.
Der Große Feuerfalter (Lycaena dispar) gehört zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae) in der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist über weite Teile Eurasiens verbreitet, gilt aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgrund des Verlusts von Feuchtwiesen als stark gefährdet. Zu erkennen ist die Art an der leuchtend orangen Färbung, wobei die Art einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus (deutliche Unterschiede im Aussehen zwischen Männchen und Weibchen) zeigt. Während das Männchen fast rein orange leuchtet, weist das Weibchen eine kräftige dunkle Fleckenzeichnung auf den Flügeloberseiten auf.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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