Bild folgtKI-generierte IllustrationLycopodium apodum
Auch bekannt als: Lycopodium apodum
Schon von weitem fällt der Moosähnliche Bärlapp durch seine kriechenden, dichten grünen Matten auf, die fast wie ein fein verzweigter Teppich wirken. Er gehört zu einer uralten Pflanzengruppe, die schon vor Jahrmillionen unsere Erde besiedelte. Auch wenn er keine bunten Blüten trägt, ist er für deinen Garten ein wertvoller Bodenfestiger in feuchten, schattigen Bereichen. Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilze, die Nährstoffe im Austausch gegen Zucker liefern) stabilisiert er das Kleinklima direkt über der Erde. Wenn du einen naturnahen Platz mit hoher Feuchtigkeit hast, ist dieses lebende Fossil eine Bereicherung für deine Pflanzengemeinschaft. Achte darauf, ihn an Stellen zu setzen, an denen er sich ungestört ausbreiten kann.
Uralter Bodenschatz: Ein lebendes Fossil als immergrüner Teppich für feuchte Ecken
Obwohl für den Moosähnlichen Bärlapp keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, da er als Sporenpflanze keine Blüten ausbildet, übernimmt er wichtige ökologische Funktionen. Er dient als lebende Mulchschicht, die den Boden vor Erosion schützt und die Verdunstung reduziert. Davon profitieren Bodenbewohner wie verschiedene Laufkäfer (Carabidae), die in dem dichten Geflecht Schutz finden. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), mit der die Pflanze im Boden lebt, fördert ein gesundes Pilzgeflecht, das auch benachbarten Pflanzen zugutekommt. In feuchten Gartenbereichen bietet er zudem ein kühles Versteck für Amphibien wie den Grasfrosch (Rana temporaria).
Achtung: Der Moosähnliche Bärlapp ist nicht kindersicher. Die Pflanze enthält Alkaloide (natürliche, meist bittere Giftstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Er sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder oder neugierige Haustiere unbeaufsichtigt spielen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, da die Pflanze direkte Mittagssonne nicht verträgt.
Der Boden sollte dauerhaft feucht, humos und vorzugsweise kalkarm sein.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Drücke die kriechenden Triebe beim Pflanzen leicht an das Substrat an, damit sie an den Knotenpunkten neue Wurzeln bilden können.
Da er empfindlich auf Austrocknung reagiert, solltest du den Boden niemals vollständig austrocknen lassen.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, da er über die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilzsymbiose) bestens versorgt wird.
Vermeide Trittbelastung, da die zarten Triebe leicht brechen.
Im Winter schützt eine leichte Laubschicht vor Kahlfrost, falls keine Schneedecke liegt.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch durch den Kontrast von gelber Blüte und grünem Teppich.
Der Moosähnliche Bärlapp (Lycopodium apodum) ist ein Vertreter der Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae). In der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem an sickerfeuchten, oft kalkarmen Standorten heimisch. Anders als Blütenpflanzen vermehrt er sich über Sporen, die in speziellen Ähren gebildet werden. Seine Wuchsform ist prostrat (flach am Boden kriechend), wobei die kleinen, schuppenartigen Blättchen ihm ein moosartiges Aussehen verleihen. Er ist eng an spezifische Bodenpilze gebunden, was ihn zu einem interessanten Bioindikator (Anzeiger für Umweltbedingungen) für intakte Bodenökosysteme macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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