Bild folgtKI-generierte IllustrationLycopodium lagopus
Auch bekannt als: Lycopodium lagopus
Unverwechselbar ist der Einährige Keulenbärlapp (Lycopodium lagopus) durch seine aufrechten, meist einzeln stehenden Sporenähren (zapfenartige Gebilde zur Vermehrung). Da er keine Blüten besitzt, bietet er zwar keinen Nektar, schafft aber als immergrüner Bodendecker wichtige Mikrohabitate (kleine Lebensräume) für bodenbewohnende Insekten. Wenn du ein Faible für seltene, anspruchsvolle Pflanzen hast, ist er eine echte Bereicherung. Mit seiner Ansiedlung in deinem Garten leistest du einen wertvollen Beitrag zum Schutz seltener Gefäßsporenpflanzen (Pflanzen, die sich über Sporen vermehren).
Ein lebendes Fossil für Kenner: Der seltene grüne Teppich aus Österreich.
Zu spezifischen Bestäuberbesuchen liegen für diese Art derzeit keine Daten vor. Als heimische Pflanze Österreichs fördert sie jedoch die strukturelle Vielfalt in bodensauren Lebensräumen. Da sie keine Blüten im klassischen Sinne bildet, produziert sie weder Nektar noch Pollen für Wildbienen oder Schmetterlinge. Ihre ökologische Bedeutung liegt primär im Erhalt seltener Pflanzengesellschaften und in der Festigung des Bodens in Gebirgslagen. Kleinstlebewesen finden in den dichten, immergrünen Matten ganzjährig Schutz vor Austrocknung. Vögel nutzen die Pflanze nicht als Nahrungsquelle, da sie keine Samen, sondern staubfeine Sporen produziert.
Die Pflanze ist nicht kindersicher. Da der Einährige Keulenbärlapp (Lycopodium lagopus) giftige Alkaloide (stickstoffhaltige Pflanzenstoffe) enthält, ist er für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren ungeeignet. Ein Verzehr von Pflanzenteilen kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Achte bei der Standortwahl auf einen geschützten Bereich außerhalb der direkten Reichweite von Kindern.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jun – Aug
Für den Einährigen Keulenbärlapp (Lycopodium lagopus) ist ein Standort im lichten Schatten oder Halbschatten ideal. Der Boden sollte zwingend nährstoffarm und kalkfrei (sauer) sein. Eine saure Bodenbeschaffenheit ist für die Entwicklung der Pflanze entscheidend. Du kannst ihn von März bis Mai in deinen Garten setzen. Alternativ eignet sich die Zeit von September bis Ende November, solange der Boden offen, also frostfrei, ist. Achte darauf, dass die Erde zwar gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) entsteht. Da die Pflanze über kriechende Sprosse wächst, benötigt sie etwas Raum zur ungestörten Ausbreitung. Ein Rückschnitt ist nicht notwendig und würde das langsame Wachstum empfindlich stören. Dünger solltest du vollständig vermeiden, da er die Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen) mit Bodenpilzen beeinträchtigt. Gute Partnerin: Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – beide teilen die Vorliebe für saure, waldbodenähnliche Bedingungen und bilden eine natürliche Lebensgemeinschaft.
Taxonomisch gehört der Einährige Keulenbärlapp zur Ordnung der Bärlappartigen (Lycopodiales) und ist in Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Nadelwälder und Heiden auf sauren, nährstoffarmen Böden. Morphologisch zeichnet er sich durch weit kriechende Hauptsprosse aus, von denen sich beblätterte Seiten Zweige aufrecht abheben. Im Gegensatz zu verwandten Arten trägt er fast ausschließlich eine einzelne Sporenähre pro Stiel, was ihm seinen Namen verleiht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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