Bild folgtKI-generierte IllustrationLygephila viciae
Auch bekannt als: Marmorierte Wickeneule
An ihrem charakteristischen, dunkelbraunen bis schwarzen Halskragen, der sich deutlich von den sonst eher schlichten graubraunen Vorderflügeln abhebt, lässt sich die Wickeneule (Lygephila viciae) sofort erkennen. Dieser mittelgroße Nachtfalter mit einer Körpermasse von etwa 0,03 Gramm ist ein spezialisierter Gartenbewohner, der kühle Standorte bevorzugt. Die Raupen sind oligophag (auf wenige Pflanzenfamilien spezialisiert) und ernähren sich im Frühling und Sommer von Schmetterlingsblütlern wie der Vogel-Wicke (Vicia cracca) oder der Zaun-Wicke (Vicia sepium). Den erwachsenen Falter kannst du ab April in der Dämmerung beobachten, wie er Nektar an der Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis) oder dem Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) sucht. Pro Jahr entwickelt sich meist eine Generation, in warmen Lagen folgt eine zweite im Spätsommer. Das Tier überwintert als Pupa (Puppe) im Boden oder in der schützenden Laubschicht. Du kannst diese Art fördern, indem du heimische Wickenarten in sonnigen Ecken wachsen lässt und das Falllaub unter Hecken als Winterquartier liegen lässt. Mit ein wenig Geduld entdeckst du sie an lauen Abenden an deinen Wildblumen.
Dieser Nachtfalter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast, der weder stechen noch beißen kann. Es besteht keine Notwendigkeit für Schutzmaßnahmen beim Kontakt, allerdings sollte man die Puppen im Boden während der Gartenarbeit im Winter nicht stören. Die Art ist ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Gefüges.
Die Wickeneule (Lygephila viciae) ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Erebidae). In der Schweiz ist sie mit über 120 dokumentierten Sichtungen fest etabliert und besiedelt bevorzugt kühle, feuchte Lebensräume. Die Art erreicht eine mittlere Größe und zeichnet sich durch eine spezialisierte Lebensweise aus, bei der die Larven eng an heimische Hülsenfrüchtler gebunden sind. Von verwandten Arten unterscheidet sie sich vor allem durch die markante Färbung des Prothorax (Vorderbrustsegment) und die spezifische Flügelzeichnung.
Körpergröße
medium
Nahrung
oligophagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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