Bild folgtKI-generierte IllustrationLymantria dispar
Auch bekannt als: Schwammspinner
Typisch für den Schwammspinner (Lymantria dispar) ist der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus (deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern): Während die massigen Weibchen weißlich mit dunklen Zackenlinien gefärbt sind und kaum fliegen, erkennst du die kleineren Männchen an ihrer graubraunen Farbe und dem flinken Zickzackflug am Tag. Pro Jahr entwickelt sich nur eine Generation. Ein Weibchen legt im Hochsommer bis zu 500 Eier in einem Gelege ab, das es mit Afterwolle (Schutzhaaren vom Hinterleib) abdeckt, was wie ein kleiner Schwamm aussieht. Ab Mai schlüpfen die Raupen und fressen als polyphage (viele verschiedene Pflanzen nutzende) Art an den Blättern heimischer Bäume wie der Stieleiche (Quercus robur) oder der Rotbuche (Fagus sylvatica). Im Sommer findest du sie oft auch an der Hainbuche (Carpinus betulus). Das Tier überwintert als fertiger Embryo geschützt in der Eihülle an der Baumrinde. Wenn du die Art in deinem Garten fördern möchtest, solltest du auf chemische Mittel verzichten und Vögeln sowie nützlichen Insekten durch dichte Hecken und Totholz Lebensraum bieten, damit ein natürliches Gleichgewicht entsteht.
Die Raupen besitzen feine Brennhaare, die bei Berührung Hautreizungen auslösen können; trage daher Handschuhe, falls du sie umsiedeln musst. Das Tier ist nicht streng geschützt, aber als heimischer Nachtfalter ein wichtiger Teil der Nahrungskette für Vögel und Fledermäuse.
Der Schwammspinner gehört zur Familie der Erebidae (Eulenfalter) und zur Gattung Lymantria. Mit einer Körpermasse von rund 0,086 Gramm ist er ein kräftiger Vertreter der Nachtfalter, der in der Schweiz und weiten Teilen Mitteleuropas heimisch ist. Er bevorzugt warme Standorte und besiedelt Laubmischwälder, Parkanlagen und Gärten. Die Raupen sind an ihren charakteristischen blauen und roten Punktwarzen auf dem Rücken auch für Laien gut von anderen Arten zu unterscheiden.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
egg
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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