Bild folgtKI-generierte IllustrationMacrothele calpeiana
Auch bekannt als: Europäische Trichternetzspinne, Spanische Trichternetzspinne
Die Andalusische Trichternetzspinne (Macrothele calpeiana) lässt sich am besten an den charakteristischen, trichterförmigen Wohnröhren aus dichten Seidenfäden erkennen, die sie in geschützten Bodenbereichen anlegt. Innerhalb Deines Gartens bevorzugt dieses Tier dunkle Winkel unter Steinen oder Totholz, wo es gut verborgen auf Beute lauert. Als Mitglied der Trichternetzspinnen ernährt sie sich allgemein carnivor (fleischfressend) von Insekten und anderen kleinen Gliedertieren (Tiere mit Gliedmaßen und Außenskelett), die über ihr Netz laufen. Diese Spinne übernimmt eine nützliche Funktion, indem sie als natürlicher Regulator die Bestände von Bodenorganismen im Gleichgewicht hält. Für einen ökologisch wertvollen Garten ist es hilfreich, solche ungestörten Nischen zu erhalten und auf Grabarbeiten in diesen Bereichen zu verzichten. Die Tiere sind extrem standorttreu und verbringen oft ihr gesamtes Leben an einem einzigen Platz. Ein naturnah gestalteter Garten mit ausreichend Versteckmöglichkeiten bietet ihr den idealen Lebensraum. Indem Du ihre Anwesenheit akzeptierst, förderst Du die Artenvielfalt und das natürliche Zusammenspiel der Lebewesen.
Diese Spinne ist nach europäischem Recht streng geschützt und darf weder gefangen noch getötet werden. Sie ist für den Menschen grundsätzlich harmlos, da sie bei Störungen sofort die Flucht in ihren tiefen Wohntrichter antritt. Ein Biss ist zwar schmerzhaft, tritt aber nur bei extremer Bedrängnis auf.
Taxonomisch gehört diese Art zur Familie der Macrothelidae innerhalb der Unterordnung der Vogelspinnenartigen (Mygalomorphae). Ursprünglich im westlichen Mittelmeerraum beheimatet, gelangen einzelne Tiere gelegentlich durch den Handel mit Kübelpflanzen in hiesige Gärten. Die Tiere führen eine versteckte Lebensweise in dauerhaften Röhrennetzen, die sie über Jahre bewohnen können. Als dämmerungsaktive Jäger verlassen sie ihren Schlupfwinkel nur selten vollständig.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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