Bild folgtKI-generierte IllustrationMamestra brassicae
Auch bekannt als: Kohleule
An ihrer beachtlichen Größe und der graubraunen Marmorierung lässt sich die Kohleule (Mamestra brassicae) sofort erkennen. Dieser kräftige Nachtfalter bringt eine Körpermasse von etwa 0,057 Gramm auf die Waage und gehört zu unseren häufigsten heimischen Arten. In Deinem Garten entwickelt er meist zwei Generationen pro Jahr, wobei die Weibchen ihre Eier in Gruppen an Blattunterseiten ablegen. Da die Raupen polyphag (viele verschiedene Pflanzenarten fressend) sind, nutzen sie im Frühjahr und Sommer heimische Wildkräuter wie den Weißen Gänsefuß (Chenopodium album) oder die Garten-Melde (Atriplex hortensis) als Nahrung. Die erwachsenen Falter fliegen von April bis September und suchen zur Nektaraufnahme gerne Blüten der Gewöhnlichen Kratzdistel (Cirsium vulgare) oder des Arznei-Baldrians (Valeriana officinalis) auf. Die Überwinterung erfolgt als Puppe (Ruhestadium zwischen Larve und erwachsenem Tier) im Boden. Um die Art zu fördern, kannst Du eine "wilde Ecke" mit heimischen Wildkräutern stehen lassen und auf Pestizide verzichten. Da die Tiere als Puppe in der Erde ruhen, solltest Du Beete im Winter nicht tief umgraben, um sie nicht zu stören. So bleibt dieser robusten Art ein sicherer Platz in Deiner ökologischen Gartenkultur erhalten.
Die Kohleule ist für Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der als Beute für Fledermäuse ökologisch wertvoll ist. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Arten, und der Falter kann weder stechen noch beißen. Ein behutsamer Umgang mit den Raupen auf Wildkräutern ist problemlos möglich.
Die Kohleule (Mamestra brassicae) ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) und in Mitteleuropa weit verbreitet. Sie bevorzugt eine intermediäre Temperaturnische (gemäßigte Wärmebereiche) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 bis 50 Millimetern ist sie ein großer Vertreter ihrer Gattung, erkennbar an einem weiß umrandeten, nierenförmigen Fleck auf den Vorderflügeln. In der Schweiz wurden zwischen 1975 und 2021 über 1.800 Beobachtungen dokumentiert, was ihre weite Verbreitung unterstreicht.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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