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Marchantia polymorpha
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Auch bekannt als: Brunnenlebermoos
Du erkennst das Brunnenlebermoos (Marchantia polymorpha) an seinen flachen, gabelig verzweigten grünen Lappen, die wie kleine Lederhäute dicht auf der feuchten Erde aufliegen. Besonders auffällig sind die kleinen Brutbecher (schüsselförmige Organe zur ungeschlechtlichen Vermehrung) auf der Oberseite, die wie winzige Nester mit Eiern aussehen. In deinem Naturgarten übernimmt dieses Lebermoos die wichtige Rolle eines Bodenpflegers, indem es offene Stellen schließt und die Verdunstung bremst. Es dient als wertvoller Lebensraum für Kleinstlebewesen wie Springschwänze (Collembolen), die für die Humusbildung unerlässlich sind. Wenn es bei dir wächst, ist das ein Kompliment für die Bodenfeuchte in deinem Garten.
Der grüne Bodenschutz: Speichert Feuchtigkeit und belebt schattige Gartenwinkel.
Als Pionierpflanze leistet das Brunnenlebermoos einen wichtigen Beitrag zur Bodenökologie, indem es Erosion verhindert und Feuchtigkeit wie ein Schwamm speichert. Es bietet Schutz und Lebensraum für eine Vielzahl von Kleinstinsekten und Milben, die am Abbau organischer Substanz beteiligt sind. Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen profitieren zwar keine spezifischen Schmetterlinge direkt von ihm als Futterpflanze, doch bildet es die Basis für ein gesundes Boden-Nahrungsnetz. Die schirmchenartigen Geschlechtsorgane bieten zudem Deckung für bodennah lebende Laufkäfer. In feuchten Jahren reguliert es den Wasserhaushalt auf Bodenoberflächen effektiv.
Das Brunnenlebermoos wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht verzehrt werden. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Lebermoosen, die jedoch für Laien meist unerheblich ist, da in dieser Gruppe keine hochgiftigen Doppelgänger bekannt sind. Dennoch empfiehlt es sich, nach dem Kontakt mit den Pflanzen die Hände zu waschen, da Moosmatten viele Mikroorganismen beherbergen können.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Das Brunnenlebermoos gehört zur Gruppe der Lebermoose (Marchantiophyta) und ist in Österreich sowie weiten Teilen Mitteleuropas heimisch. Es besiedelt bevorzugt nährstoffreiche, dauerfeuchte Standorte wie Bachufer, feuchte Mauern oder schattige Gartenbereiche. Die Pflanze bildet einen Thallus (einen flächigen Pflanzenkörper ohne Gliederung in Stängel und Blatt), der eng an das Substrat gedrückt ist. Durch seine Pionierleistung stabilisiert es den Boden und bereitet den Weg für spätere Pflanzengesellschaften vor.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.