Bild folgtKI-generierte IllustrationMarpissa radiata (Grube, 1859)
Der Strahlenstreckspringer ist eine mittelgroße Springspinne mit einem langgestreckten, abgeflachten Körper und einer braun-grauen Färbung. Anstatt klebriger Netze nutzt dieses Tier seine außergewöhnlich scharfen Augen für die aktive Jagd. Als Mitglied der Familie der Springspinnen (Salticidae) lauert sie ihrer Beute auf und überwältigt sie mit einem präzisen Sprung. Dabei sichert sie sich stets mit einem Haltefaden aus Spinnseide ab, um bei einem Fehlsprung nicht abzustürzen. In Deinem Garten bewohnt sie bevorzugt die Krautschicht (den Bereich der bodennahen, krautigen Pflanzen) sowie vertikale Strukturen an hohen Gräsern. Als nützliche Mitbewohnerin reguliert sie die Bestände kleiner Insekten wie Mücken und Fliegen auf ganz natürliche Weise. Du kannst sie unterstützen, indem Du abgestorbene Pflanzenteile und Halme über den Winter im Garten belässt. Solche Strukturen dienen ihr als wichtiger Rückzugsort für die Überwinterung in kleinen, schützenden Gespinsten. Ein Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sorgt zudem dafür, dass ihr Nahrungsangebot stabil bleibt. Beobachte sie an sonnigen Tagen ruhig einmal dabei, wie sie flink und aufmerksam über Halme klettert.
Der Strahlenstreckspringer ist für den Menschen vollkommen harmlos und zeigt kein aggressives Verhalten. Aufgrund ihrer geringen Größe können die Tiere die menschliche Haut nicht durchdringen, weshalb keine Gefahr durch Bisse besteht.
Der Strahlenstreckspringer (Marpissa radiata) wird der Ordnung der Webspinnen (Araneae) und der Familie der Springspinnen (Salticidae) zugeordnet. Er ist in ganz Mitteleuropa, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz, in geeigneten Lebensräumen heimisch. Diese Art ist tagaktiv und zeichnet sich durch ein hoch entwickeltes Sehvermögen aus, das für die aktive Jagd essenziell ist. Die Weibchen erreichen eine Körpergröße von acht bis zehn Millimetern, während die Männchen mit sechs bis sieben Millimetern etwas kleiner ausfallen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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