Bild folgtKI-generierte IllustrationGypsophila muralis
Auch bekannt als: Mauer-Gipskraut, Mauergipskraut
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Arten
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Schon von weitem fällt das Acker-Gipskraut (Gypsophila muralis) durch seine filigrane, fast wolkenartige Gestalt und die unzähligen kleinen, blassrosa Blüten auf. Diese zierliche Pflanze ist ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Flora und im Garten eine echte Besonderheit für Kenner. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Art. In deinem Naturgarten fungiert sie als wichtiger Lückenfüller auf offenen Bodenstellen. Mit dieser Pflanze zeigst du, dass dir auch die unscheinbaren Helden unserer Landschaft am Herzen liegen.
Rote-Liste-Rarität: Hol dir das gefährdete Acker-Gipskraut als zarten Blickfang.
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Das Acker-Gipskraut ist nach aktuellen Bestandsdaten als gefährdet (Rote Liste 3) eingestuft, weshalb jeder Bestand im Garten den regionalen Genpool stützt. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an unsere Umweltbedingungen angepasst. Obwohl für diese spezielle Art keine detaillierten Bestäuberbeziehungen in unserer Datenbank vorliegen, dient ihre Blütezeit im Juli als wichtige Nahrungsquelle im Hochsommer. Die Produktion zahlreicher kleiner Samen bietet zudem eine wertvolle Nahrungsgrundlage für bodennah suchende Vogelarten in den Herbstmonaten. Durch die Förderung solcher Raritäten stärkst du die biologische Vielfalt auf lokaler Ebene.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Vertreter der Nelkengewächse enthält sie Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der spezifischen, schleierkrautähnlichen Wuchsform im Gartenraum kaum zu befürchten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Der Boden sollte durchlässig und eher kalkarm sein, um Staunässe zu vermeiden.
Ein Platz mit offenem Boden ohne dichte Grasnarbe ist ideal für die Keimung.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da das Gipskraut einjährig ist, solltest du die Samenstände im Spätsommer ausreifen lassen.
Die Pflanze geht eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Zusätzliche Düngergaben sind in der Regel nicht erforderlich.
Achte darauf, dass konkurrenzstarke Nachbarn das kleine Kraut nicht überwuchern.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat an geeigneten Stellen.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – beide Arten sind heimische Nelkengewächse, die offene, eher magere Standorte schätzen und sich optisch harmonisch ergänzen.
Das Acker-Gipskraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Es wird als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen (ursprünglich einheimisch) eingestuft. Charakteristisch ist der gabelige Wuchs mit sehr schmalen, gegenständigen Blättern, die an den Knotenpunkten leicht verdickt sind. Die Pflanze bevorzugt offene Pionierstandorte, also Flächen, auf denen nach Bodenstörungen neues Leben entsteht.
3 Videos zu Acker-Gipskraut



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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →