Bild folgtKI-generierte IllustrationMauremys leprosa
Auch bekannt als: Maurische Bachschildkröte, Maurische Bachschildkrötte, Spanische Wasserschildkröte
Die Maurische Bachschildkröte (Mauremys leprosa) erkennst du an ihrem flachen, meist olivbraunen Rückenpanzer und dem für Bachschildkröten typischen, eher gestreckten Körperbau. Als Mitglied der Familie der Altwelt-Sumpfschildkröten (Geoemydidae) ist sie hervorragend an ein Leben im Wasser angepasst. In deinem Garten hält sie sich bevorzugt in sonnigen Teichbereichen auf, wo sie stundenlang auf Steinen oder Wurzeln ruht, um Energie zu tanken. Dieses Verhalten nennt man Thermoregulation (Steuerung der Körpertemperatur durch äußere Einflüsse). Ihre Ernährung ist vielseitig, da sie sowohl kleine Wasserlebewesen als auch verschiedene Pflanzenteile frisst, die in ihrem Lebensraum vorkommen. Dadurch nimmt sie eine wichtige Funktion im Stoffkreislauf deines Gartenteichs ein, indem sie organische Reste verwertet. Wenn du dieses Tier beobachtest, solltest du bedenken, dass es ursprünglich aus wärmeren Regionen wie Südeuropa oder Nordafrika stammt. In unseren Breitengraden ist sie daher meist auf menschliche Unterstützung oder ein sehr geschütztes Kleinklima angewiesen. Du kannst ihr helfen, indem du den Teichzugang flach gestaltest und für sauberes Wasser sorgst. Achte zudem darauf, dass der Garten ausbruchssicher gestaltet ist, damit die Schildkröte nicht auf gefährliche Straßen wandert. Ein naturnaher Uferstreifen bietet ihr zudem den nötigen Rückzugsort bei Gefahr. Behandle das Tier mit Respekt und beobachte es lieber aus der Distanz, um es nicht in Stress zu versetzen.
Diese Schildkröte ist für dich vollkommen harmlos und zeigt kein aggressives Verhalten. Da sie unter strengem Artenschutz steht, darfst du sie nicht der Natur entnehmen oder ohne entsprechende behördliche Nachweise halten.
Die Maurische Bachschildkröte (Mauremys leprosa) gehört zur Gattung der Bachschildkröten (Mauremys) innerhalb der Familie der Altwelt-Sumpfschildkröten (Geoemydidae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vor allem die Iberische Halbinsel sowie Teile Nordafrikas. In Mitteleuropa kommt sie natürlicherweise nicht vor, wird aber gelegentlich als Neozoon (durch den Menschen eingeführte Art) in Gewässern gesichtet. Sie bevorzugt stehende oder langsam fließende Süßwasserhabitate mit ausreichendem Bewuchs.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →