Bild folgtKI-generierte IllustrationMedicago monspeliaca
Auch bekannt als: Medicago monspeliaca
An ihren sternförmig angeordneten, flach am Boden liegenden Hülsenfrüchten lässt sich der Montpellier-Schneckenklee (Medicago monspeliaca) sofort erkennen. Als zierlicher Vertreter der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) bereichert er besonders trockene Steingärten oder Mauerkronen. Durch seine frühe Blüte ab März bietet er ein wichtiges Nahrungsangebot in einer Zeit, in der das Buffet in vielen Gärten noch spärlich gedeckt ist. Als Leguminose verbessert er zudem den Boden, indem er Stickstoff mithilfe von Knöllchenbakterien (stickstofffixierende Bakterien an den Wurzeln) bindet. Wenn du einen extrem sonnigen, kargen Platz im Garten hast, ist dieser seltene Schneckenklee genau die richtige Wahl für dich.
Frühblühender Bodenschatz: Nur 12 Zentimeter klein, aber oekologisch unverzichtbar.
Der ökologische Wert des Montpellier-Schneckenklees liegt vor allem in seiner frühen Blütezeit von März bis Mai. In diesen Monaten dient er als wichtige Energiequelle für die erste Generation der Bestäuber, wenn andere heimische Arten noch im Austrieb sind. Als Hülsenfrüchtler lebt er in einer Symbiose mit Knöllchenbakterien (Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden), was die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise ohne künstlichen Dünger erhöht. Die flach liegenden, behaarten Samenstände bieten am Boden lebenden Kleintieren Schutz. Da er speziell an karge Nischen angepasst ist, fördert er die Artenvielfalt an Standorten, an denen kaum eine andere Pflanze überlebt.
Es ist wichtig zu wissen, dass der Montpellier-Schneckenklee als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine spezifischen Giftnotruf-Daten vorliegen, sollte er im Garten so platziert werden, dass Kleinkinder nicht direkt mit ihm in Kontakt kommen. Ein Standort im Steingarten oder in einer Trockenmauer ist hierfür meist ideal.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.122 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne).
Boden: Der Untergrund muss mager und sehr durchlässig sein; eine Mischung aus Sand und Kies ist ideal.
Feuchtigkeit: Sehr sparsam gießen; die Pflanze verträgt Trockenheit hervorragend, aber keine Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden unbedingt eine Drainage aus Splitt einarbeiten, um die Wurzeln trocken zu halten.
Wuchshöhe: Achte auf die geringe Höhe von 0.12 m, damit Nachbarpflanzen ihn nicht beschatten.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig; die Pflanze erhält sich durch Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen.
Gute Partnerin: Die Felsennelke (Petrorhagia saxifraga) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen extremen Trockenstandorte besiedelt.
Der Montpellier-Schneckenklee (Medicago monspeliaca) gehört zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen. Er besiedelt bevorzugt xerotherme Standorte (extrem trockene und warme Lebensräume) wie Kalkmagerrasen. Die Pflanze wächst rein krautig und erreicht eine sehr geringe Wuchshöhe von genau 0.12 m. Typisch sind die dreizähligen, breitblättrigen Blätter und die auffällig behaarten, gebogenen Hülsenfrüchte, die sich sternförmig vom Stängel ausbreiten und ihn deutlich von gewöhnlichen Kleearten unterscheiden.
2 Videos zu Medicago monspeliaca
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →