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Meesia longiseta
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Das Langstielige Bruchmoos (Meesia longiseta) ist an seinen charakteristischen, sehr langen Stielen erkennbar, die die Sporenkapseln weit über das Moospolster hinausheben. Diese Art bevorzugt extrem feuchte Lebensräume wie Moore oder Sumpfwiesen, die dauerhaft nass bleiben. In deinem Garten findest du es daher nur an Standorten mit direktem Kontakt zum Grundwasser oder in spezialisierten Feuchtbiotopen. Als Moos ernährt es sich durch Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) und nimmt Wasser sowie gelöste Mineralien über seine gesamte Oberfläche auf. Es dient als wichtiger Wasserspeicher und reguliert so das Mikroklima in seiner unmittelbaren Umgebung. Kleinstlebewesen finden in den dichten Rasen einen wertvollen Rückzugsort und Schutz vor Austrocknung. Wenn du dieses seltene Moos fördern möchtest, solltest du feuchte Gartenbereiche unbedingt im naturbelassenen Zustand belassen. Vermeide jegliche Entwässerung oder das Einbringen von Düngemitteln, da die Pflanze sehr empfindlich auf hohe Nährstoffgehalte reagiert. Ein respektvoller Abstand schützt die empfindlichen Polster vor Trittschäden. Es ist ein stiller Zeuge einer intakten, wasserreichen Naturlandschaft.
Das Langstielige Bruchmoos ist für Mensch und Tier absolut unbedenklich und ungiftig. Es steht unter besonderem Naturschutz, weshalb ein Sammeln oder Umpflanzen aus der Natur untersagt ist. Sein Vorkommen im Garten ist eine Auszeichnung für deinen Beitrag zum Artenschutz.
Die Art Meesia longiseta gehört zur Familie der Meesiaceae und ist taxonomisch (systematisch) den Laubmoosen zugeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die nördlichen Breiten der Nordhalbkugel, wobei sie in Mitteleuropa bevorzugt in montanen (bergigen) Regionen vorkommt. Sie lebt spezialisiert in kalkreichen Niedermooren und Schwingrasen (auf Wasser treibende Moosteppiche). Aufgrund des massiven Verlusts dieser Lebensräume gilt sie heute in vielen Ländern als stark gefährdet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Taxonomic data, 2,249 occurrences
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Stand: 30.01.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.