Bild folgtKI-generierte IllustrationMelanchra persicariae
Auch bekannt als: Flohkraut-Eule, polygonière
An dem markanten, schneeweißen nierenförmigen Fleck auf den fast schwarzen Vorderflügeln lässt sich die Flohkraut-Eule (Melanchra persicariae) sofort erkennen. Dieser imposante Eulenfalter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 40 Millimetern und wiegt im Durchschnitt exakt 0,06168 Gramm. Das Tier ist polyphag (auf keine bestimmte Nahrungspflanze spezialisiert) und nutzt eine Vielzahl deiner Gartenpflanzen als Lebensgrundlage. Im Frühjahr ab April suchen die Falter Nektar an blühenden Weiden (Salix), während die Raupen im Sommer an der Großen Brennnessel (Urtica dioica) oder dem Schmalblättrigen Weidenröschen (Epilobium angustifolium) fressen. Die Weibchen legen ihre Eier in Gruppen an den Blattunterseiten ab. Da die Art als Puppe (Ruhestadium der Metamorphose) im Boden überwintert, ist sie auf ungestörte Erdbereiche angewiesen. Du kannst diesen nützlichen Nachtfalter unterstützen, indem du im Herbst auf das Umgraben unter Sträuchern wie dem Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) verzichtest. So bleibt die empfindliche Puppenhülle im Erdreich unversehrt.
Die Flohkraut-Eule ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Sie besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge, die dem Menschen gefährlich werden könnten. Da sie nicht unter strengem Artenschutz steht, aber wie viele Insekten rückläufige Bestände aufweist, ist eine Beobachtung im Garten ohne Bedenken möglich.
Die Flohkraut-Eule gehört zur Familie der Noctuidae (Eulenfalter) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sie ist in Mitteleuropa, insbesondere in der Schweiz und Belgien, weit verbreitet und besiedelt bevorzugt feuchte Waldränder, Wiesen und naturnahe Gärten. Kennzeichnend für diese Art ist die dunkelviolette bis tiefschwarze Grundfärbung der Vorderflügel, die einen starken Kontrast zum hellen Nierenmakel (einem nierenförmigen Fleck) bildet. Als dämmerungs- und nachtaktiver Falter spielt sie eine wichtige Rolle als Bestäuber für spät blühende Wildpflanzen.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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